3. Tag - Sightseeing New York City II

Am heutigen Morgen waren wir nicht mehr so früh wach. Die gestrige Manhattan Erkundungstour hing uns noch etwas in den Knochen. Nachdem wir uns fertig gemacht haben, suchten wir uns ein Deli. Delis sind in New York sehr populär, diese muss man sich wie kleine Geschäfte vorstellen, in denen man alles Mögliche an Essen an der Theke kaufen kann. Es gibt davon hunderte in Manhattan. Der New Yorker holt sich also das Frühstück im Deli und setzt sich dann gemütlich auf eine der tausenden öffentlichen Sitzmöglichkeiten, die es in der Stadt gibt. Wir taten es gleich, holten uns Frühstück und schlenderten hoch zum Central Park. Es war etwas kühler als die letzten Tage, ein typischer Tag im März, klarer Himmel, aber nicht warm. Der Central Park sah etwas trostlos aus. Das Gras war vom harten Winter noch ungesund beige gefärbt und die Bäume reckten sich kahl in den Himmel. Wir werden wohl im Frühjahr mal wieder kommen müssen. Von zu Hause aus hatten wir schon Crown Tickets zum Besuch des Wahrzeichens New Yorks und eigentlich ganz Amerikas gebucht. Der Freiheitsstatue. Die Statue of Liberty wurde von Frédéric Auguste Bartholdi entworfen und 1886 von den Franzosen den Amerikanern geschenkt. Tausende von Europäern, die zu dieser Zeit mit dem Schiff aus Europa kamen um in den USA ein neues Leben zu beginnen, haben als erstes die Freiheitsstatue gesehen. Ehrfurchtsvoll musste der Blick der damaligen Einwanderer auf die grau-blaue riesige Lady gewesen sein, denn sie ragt mit einer Gesamthöhe von 93 Metern in den Himmel und ist daher eine der größten Statuen der Welt. Aber was sind nun die oben erwähnten Crown Tickets? Der Name sagt es, wir wollen bis in die Krone klettern. Es gibt davon jeden Tag nur eine limitierte Anzahl an Tickets. Man muss sie über ein halbes Jahr vorher bei http://www.statuecruises.com/ bestellen. Achtung, die Gruppengröße ist auf vier Personen limitiert. Damit wir pünktlich zur Abfahrt der Fähre am Battery Park, an der Südspitze Manhattans, waren, nahmen wir die U-Bahn. Dies war gleichzeitig unsere erste U-Bahn Fahrt durch New York. Den Fahrplan zu lesen war definitiv einfacher als die teilweise kleinen versteckten Treppen in den Untergrund zur U-Bahn zu finden. Wir fuhren mit der grünen Linie direkt durch zum Battery Park. Dort angekommen mussten wir uns im Fährgebäude einer strengen Sicherheitskontrolle unterziehen. Danach durften wir auf die Fähre nach Liberty Island. Vorbei an der Skyline von Jersey City und Ellis Island tuckerten wir auf die Insel zu, auf der die Freiheitsstatue ihr zu Hause hat. Sarah nahm vorsichtshalber schon mal eine Vomex um ihrer Seekrankheit vorzubeugen. Die Fähre glitt aber sanft auf dem Wasser, nur der eisige Wind der unsere Jacken durchschnitt war etwas unangenehm. Auf der Insel angekommen wurden wir gleich separat als “Crownies” in Empfang genommen. Wir bekamen ein grünes Bändchen und durften priorisiert die Sicherheitskontrolle passieren. Richtig gehört, es gibt auf der Insel nochmal eine Kontrolle, eine noch strengere, wie am Flughafen, inklusive Nacktscanner. Man darf keine Taschen mit in die Krone nehmen, die muss man in Schließfächer deponieren. Danach wurden wir auch gleich am Boden der Statue in Empfang genommen und uns wurden ein paar Sicherheitsvorschriften erklärt. Los ging es, nun galt es die 275 Stufen in den Kopf von Miss Liberty zu überwinden. Im unten Bereich war der Aufstieg noch einfach, breite Treppen kletterten wir nach oben. Weiter oben ging die breite Treppe, die einem Treppenhaus ähnelte, in eine enge Wendetreppe über. Prust, wir begannen zu schwitzen. Aber dann hatten wir es geschafft, endlich waren wir im Kopf angelangt. Der Raum ist sehr klein und eng. Eine Rangerin achtete darauf, dass sich keine großen Gruppen bildeten. Ich hätte mir die Plattform wesentlich größer vorgestellt, ebenso fand ich die Aussichtsfenster sehr klein. Nach 2 Minuten und einem Foto mussten wir uns schon wieder auf den Weg nach unten machen. Dort wanderten wir noch umher und bestaunten die Frau Liberty. Auch hatten wir, obwohl es bedeckt und windig war, einen schönen Blick nach Manhattan. Nach einiger Zeit und vielen Fotos später, wollten wir wieder unsere Taschen holen. Ich hatte vorher meine Rucksack fast nicht im Schließfach verstaut bekommen und etwas kräftiger gedrückt. Dies wurde mir jetzt zum Verhängnis, die Tür ging nämlich nicht mehr auf. Nicht nur unsere Tür, die komplette Elektronik der Schließfachanlage hatte durch die blockierte Tür einen Fehler. Alle Lichter blinkten. Allen war das sichtlich unangenehm, denn jeder wusste, dass mein Rucksack schuld war. Das Problem war glückerlicherweise den Mitarbeiterin bekannt, die steckten eine lange, flexible Alustange von oben in die jeweiligen Schlossleisten. Nach zehn Minuten ging meinSchließfach endlich auf und die gesamte Anlage funktionierte wieder. Wohl hatte mich die Aktion sehr angespannt, denn als ich mich mit dem Rucksack auf eine Bank setzte, machte es KNACK. Oh nein, an Aufstehen war nicht mehr zu denken. Hexenschuss. Der schwere Rucksack, der kalte Wind und eine falsche Drehung kamen zusammen, und schon war der Rücken blockiert. Mit Schmerzen stand ich dann doch auf und wir machten uns auf den Weg zur Fähre. Durch die Schmerzen übersprangen wir einen Besuch auf Ellis Island und fuhren weiter zurück zum Battery Park. Die Schmerztabletten wirkten inzwischen und wir fuhren mit der U-Bahn Linie grün zur Haltestelle Brooklyn Bridge / City Hall. Jetzt fing Anett an zu schwächeln. Sie hatte sich Blasen gelaufen, da sie neue Schuhe anhatte. Sie quälte sich richtig die Brooklyn Bridge hoch. Eigentlich wollten wir sie überqueren, aber daran, war durch Anetts Schmerzen, nicht zu denken. Da hatten wir schon zwei Ausfälle. Somit machten wir ein paar Bilder und fuhren mit der U-Bahn zurück zum Times Square. Wir hatten Hunger. Sarah hatte das Restaurant Lindy's schon ins Auge gefasst, weil ihre Schwester Linda heißt. Es gab dort ein für New York günstiges Combo Angebot, Cheeseburger mit Getränk und NY Cheesecake. Da konnte man nicht nein sagen und das Essen war richtig lecker. Erst später haben wir gelesen, dass der Lindy's New York Cheesecake wohl einer der berühmtesten Käsekuchen ist. Da hatte Sarah den richtige Riecher gehabt. Wir gingen langsam zurück zum Hotel und holten unsere Koffer ab. Die Portier besorgte uns mit einem Pfiff ein großes Taxi, der uns zur Alamo Rental Car Station ein paar Straßen südlich brachte. Ich hatte etwas Probleme mit dem Bezahlen hinten im Taxi mit Kreditkarte. Ich drückte nämlich nicht auf Confirm und bestätigte somit die Transaktion nicht. Der Taxifahrer kam uns hinterher, wie peinlich. Aber er war nett und wir konnten alles schnell regeln. Die Anmietung des Wagens stellte sich als sehr einfach heraus . Alamo hatte für uns einen schwarzen großen Jeep Cherokee bereitgestellt. Jeder von uns hatte nur einen Koffer, daher passte das Gepäck in den Kofferraum des großen SUVs perfekt. Wir hatten eigentlich einen Midsize SUV gebucht, aber da keiner auf dem Parkplatz beziehungsweise in der Garage verfügbar war wurden wir automatisch upgegradet. Jetzt mussten wir nur noch den Weg von der Insel Manhattan finden, denn wir wollten ja schließlich an diesem Tag noch nach Atlantic City. Wir hatten zwar ein Navi, aber das wollte zwischen den hohen Wolkenkratzern nicht so richtig funktionieren. Deswegen hatten wir uns auf dem Stadtplan schon die richtige Route rausgesucht. Da Rush Hour war standen wir irgendwann im Stau. Als wir die Kreuzung überqueren wollten, überholte uns ein rücksichtsloser Fahrer und schnitt uns den Weg ab, somit standen wir mit dem Heck mitten in der Kreuzung. Diese Aktion blieb nicht ganz unbemerkt von den Polizisten die am Straßenrand standen. Aber anstatt den Fahrer der uns geschnitten hatte anzusprechen, kam er auf uns zu. Ich kurbelte das Fenster herunter um zu sehen was der Polizist wollte. Dessen Absicht war es natürlich uns einen richtig fetten Strafzettel zu verpassen. Er wollte den Namen, das Kennzeichen schrieb er sich von draußen ab. Als wir die Rechnung sahen guckten wir nicht schlecht, 120 $ für etwas was nicht mal unsere Schuld war. Jegliche Beteuerungen, dass wir aus Deutschland kämen, und den Wagen ja erst 5 Minuten hätten, war bei den Polizisten vergeblich. Wir durften weiterfahren, den Strafzettel sollten wir via Internet Überweisung mit Kreditkarte bezahlen. Um uns nicht jetzt schon den Urlaub zu verderben zu lassen, beschlossen wir kurzerhand den Strafzettel durch vier zu teilen, dann war der Betrag für den Einzelnen nicht mehr ganz so hoch. Auf dem Weg nach Atlantic City wurde es schnell still auf den Rücksitzen. Elke und Sarah waren eingeschlafen und Anett kämpfte auch schon mit der Müdigkeit. Da sie aber ein guter Beifahrer ist, munterte sie mich immer wieder auf. Als wir die Interstate verließen, konnte man von weitem schon die Lichter von Atlantic City erkennen. Wir freuten uns, wir mochten ja auch Las Vegas sehr gerne, somit hatten wir ein kleines Las Vegas ganz für uns an der Ostküste. Unser Hotel für heute hatten wir auch bereits vorgebucht, es war das Taj Mahal. Als wir die Lobby betraten, staunten wir nicht schlecht, sie hatte wirklich Las Vegas Stil. Riesige große Marmorplatten zierten den Boden und Kronleuchter die Decken. Wir bekamen ein Zimmer im elften Stockwerk. Wir fuhren mit dem Lift nach oben 0Und kämpften uns mit dem ganzen Gepäck den Hotelflur hinab. An unserer Zimmertür staunten wir nicht schlecht, die Schlüsselkarte funktionierte nämlich nicht. Wir probierten und probierten, aber das Schloss wollte einfach nicht aufgehen. Ich machte sich auf den Weg zurück zur Rezeption, um das Problem zu erklären. Glücklicherweise fiel mir noch im Fahrstuhl ein, dass wir ganz einfach die Zimmernummer falsch gelesen hatten, die vermeintliche eins war nämlich eine sieben. Ein paar Stockwerke höher und vor der richtigen Zimmertür funktionierte natürlich auch die Karte. Wir waren begeistert von dem luxuriös ausgestatteten Hotelzimmer. Ebenfalls hatten wir um Geld zu sparen wieder ein Zimmer für vier Personen gebucht. Im Vergleich zu dem New Yorker Zimmer war dieses hier doppelt so groß. Ebenfalls das Badezimmer ließ uns Damen verzickt aufschreien, hatten wir nicht eine riesige Dusche und eine separat abgetrennte Toilette. Wir akklimatisierten uns, gingen noch ins Casino und versuchten ein bisschen unser Glück.
Navigiere im Reisebericht
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Übernachtung
Trump Taj Mahal 1000 Boardwalk Atlantic City, NJ 08401 http://www.trumptaj.com/ Statue Cruises, LLC 1 Audrey Zapp Dr New Jersey 07305 www.statuecruises.com Carnegie Deli 854 7th Avenue New York, NY 10019 www.carnegiedeli.com Lindy's 825 7th Avenue New York, NY 10019 Brooklyn Bridge 1 Centre St New York, NY 10007 Battery Park New York, NY, USA 40.703345, -74.017283
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