9. Tag Canyon de Chelly / Monument Valley

19.10.14 An diesem Morgen wurde der örtliche Ihop mal als erstes aufgesucht. Ganz untypisch für uns, dass wir in diesem Urlaub noch nicht mal dort gefrühstückt hatten. Für mich gab es Crepes mit Beeren und Frischkäse und für Anett einen gemischten Teller mit einem Frenchtoast, einem Pancake, zwei Würstchen und Spiegelei. Der Laden war  gut besucht und es schmeckte auch alles sehr gut. Wir kehrten zurück nach Shiprock und bogen dann nördlich der Stadt in die Straße 13 ein, die uns wieder nach Westen bringen sollte. Einen kurzen Stopp machten wir an einer Zufahrt zum Shiprock. Der riesige Felsen, welcher der Stadt den Namen gab, liegt im Navajo-Volcanic- Field. Von den Indianern wird er Tsé Bit´A´i´, Felsen in Gestalt von Flügeln, genannt. Wir fuhren auch ein bisschen den Feldweg in Richtung des 483 Meter hohen Berges, der für die Navajo Nation von größter religiöser Bedeutung ist. Die Straße war allerdings recht schlecht, somit machten wir von Weitem nur ein paar Fotos. Wir folgten der 13 weiter Richtung Westen, immer noch im Reservat der Navajo. Kurz hinter Red Valley beginnen die Lukachukai Mountains welche wir auf dem Buffallo Pass durchquerten. Auf dem höchsten Punkt gibt es einen Viewpoint, von dem man weit in die Ebene des Navajo- Volcanic-Field blicken kann. Ein wunderbarer Aussichtspunkt. Es ging wieder bergab. An der Straße sahen wir ein paar Rehe zwischen wunderschön gefärbten Blättern, ein tolles Szenario. Kurz hinter der nächsten Kurve kam uns ein Rudel wilder Hunde entgegen. Dass diese Hunde den hier lebenden Navajos nicht wirklich ans Herz gewachsen sind mussten wir mitunter wieder in der Ortschaft Lukachukai erfahren. Gleich zwei überfahrene Hunde lagen ungeachtet neben einer Tankstelle. Kurze Zeit später trafen wir im Visitor Center des Canyon de Chelly ein. Der Canyon besteht eigentlich aus drei Canyons: Canyon de Chelly, Canyon del Muerto und der Monument Canyon. Das Wahrzeichen hier ist der Spiderrock, zwei über 200 Meter hohe Felsnadeln. Am Viewpoint musste ich grinsen, da sich ein paar Amerikaner neben uns fragten, wo sich denn nun der Spiderrock befinden würde, da hier ja nichts wie eine Spinne aussähe. Nein, der Spiderrock sieht nicht wie eine Spinne aus, sondern soll laut der Legenden der Navajos die Heimat der Spinnenfrau sein, die dem Volk das Weben beigebracht haben soll. Ich persönlich finde den Canyon, allein schon durch sein grünes Tal, wunderschön. Prächtig und idyllisch floss der Chinle Wash in vielen Kurven unter uns, ein paar Pferde grasten friedlich am Ufer. Kein Wunder, dass sich bereits vor über tausend Jahren das Volk der Anasazi hier angesiedelt hat. Ihre Behausungen haben sie in Alköven in den Canyonwänden gebaut. Man kann unter anderem von oben die White House Ruin bewundern. Hier startet der einzige Wanderweg, den man ohne Navajo-Guide begehen kann, der White House Trail. Für andere Unternehmungen braucht man grundsätzlich einen Führer. Informationen zu  geführten Touren erhält man im Visitor Center. Die nächste Ortschaft hier im Navajo Reservat heißt Chinle und hat außer ein paar Hotels, einer Tankstelle und einem Burger King nicht wirklich viel zu bieten. Da wir Hunger hatten, blieb uns nichts anderes übrig, als den Burger King Drive Thru zu stürmen. Es gab einen Whopper und einen Big King auf die Schnelle. Hier liefen im wahrsten Sinne des Wortes die Kühe über die Straße, und zwar gleich vier an der Zahl. Wir hatten erst überlegt, ob wir nicht in Chinle übernachten sollten, jetzt wo ich diesen Ort aber sah, war ich froh schnell das Weite suchen zu können. Auf unserer Liste stand noch ein Besuch des Hope Arches, der sich nicht unweit von Chinle befindet. Wir trauten den uns einkreisenden dunkelblauen Gewitterwolken nicht. Da man durch eine sandige Piste fahren müsste, wollten wir es nicht riskieren plötzlich im Regen zu stehen. Somit traten wir auf die Tube und erreichten um 17 Uhr den Eingang des Monument Valley Tribal Parks. Dort bezahlten wir $20 Dollar Eintritt, um im gebuchten Hotel „The View“ zu übernachten, welches pro Nacht auch nochmal mit über 120 Euro zu Buche schlägt. Das Hotel hat alle Balkone auf die Mesas des Monument Valley ausgerichtet, so dass man bequem den Sonnenunter- sowie –aufgang vom Zimmer aus verfolgen kann. Unser Zimmer war in der unteren Etage rechts außen. Der Blick war gut, leider war mir aber zu viel Boden auf dem Bild. Als die Sonne unterging nahm ich mein Stativ, ging um das Hotel herum und stellte mich an den Abhang rechts vom Gebäude. Der extra gebuchte Premium View war zumindest für mich für die Katz. Im Prinzip lag das Valley beim Sonnenuntergang komplett im Schatten, es gibt allerdings einen kurzen Augenblick, wo die Sonne zwischen dem rechten großen Felsen durchscheint und die Mesas orange färbt. Während ich Fotos machte, traf Anett auf dem Parkplatz auf zwei freilaufende Mustangs. Für die Pferdenärrin natürlich ein größeres Ereignis als der Sonnenuntergang. Sie holte mich später an meinem Abhang ab und wir suchten die Pferde. Diese befanden sich inzwischen neben dem Hotel im kleinen Trailerpark. Während das „The View“ von der Lobby bis hin zu den Zimmern sehr geschmackvoll gestaltet und sauber ist, sieht die Gegend drum herum, wie auch in Kayenta, Chinle oder Shiprock einfach nur heruntergekommen aus. Schade eigentlich, denn der herumliegende Müll passt einfach nicht ins Bild. Leider war unsere Kühlbox leer, somit blieb uns nichts anderes übrig als im Hotelrestaurant zu speisen. Wider Erwarten waren die Preise aber ganz human, nur die Wartezeit sehr lang. Obwohl die Hälfte der Tische frei war, wurden diese nicht belegt. Anscheinend waren wohl nicht so viele Servicekräfte vorhanden. Nach einer halben Stunde bekamen wir einen Tisch zugewiesen und wurden nett bedient. Beide bestellten wir Navajo Frybread, belegt mit Bohnen, Salat, Tomaten, Käse und Sour Creme und zwar die kleine Version. Dazu konnte man sich noch an der Salat und Suppenbar bedienen. Die Suppe, welche eher ein Eintopf war, war super lecker. Ich muss mal dringend im Internet recherchieren was das war. „Chön charf!“ zumindest. Als das Frybread kam, waren wir froh die kleine Version genommen zu haben, denn allein die schafften wir nicht. Wir tranken noch ein kühles Coors auf dem Balkon und gingen dann früh schlafen.
Navigiere im Reisebericht
Tag 9: Canyon de Chelly / Monument Valley
Übernachtung
The View Hotel Indian Route 42 East Oljato-Monument Valley, UT 84536 http://www.monumentvalleyview.com/ “Gutes Hotel, direkt im MV, aber teuer.” IHOP 3546 E Main St Farmington, NM 87402 http://restaurants.ihop.com Rasberry Sweet Cream Cheese Crepe 4 von 5 * Breakfast Combo 4 von 5 Sternen
gefahrene Meilen: ca. 204
Essen
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