3. Tag Zion Nationalpark

13.10.14 Ich blickte auf den digitalen Wecker neben mir auf dem Nachtschrank und es war bereits 7:30. Wie kann das denn sein? War der Jetlag so schnell vorbei? Wir hatten am vorherigen Tag reichlich Essen eingekauft, daher frühstückten wir erst mal gemütlich mit frisch gebrühten Folger Columbian Blend Kaffee und Baguette. Inzwischen war es schon neun und in Anbetracht des komplett überfüllten Zion Nationalparks hatten wir irgendwie noch keine Lust loszufahren. Wir mussten erst um elf auschecken. So testete ich die riesige Badewanne, die leider dieses mal keine Blubberfunktion hatte. Gegen halb elf versuchte ich dann im Casino am Crapstisch nochmal mein heutiges Glück und wie es natürlich immer ist, wenn man eigentlich weiter muss: Das Glück war auf meiner Seite. Anett war nach 20 Minuten etwas genervt, daher nahm ich die Chips und löste sie ein, um pünktlich um elf auszuchecken. Die Dame am Cashier verschaffte mir gleich noch einen schöneren Tag, da sie offensichtlich richtig überrascht war, dass ich „schon“ 31 war. Wie bereits erwähnt checkten wir aus und luden unsere Taschen und die anderen Errungenschaften in unseren Explorer auf dem Parkplatz. Ich benötigte noch einige Sachen von Walmart, die ich gestern vergessen hatte zu kaufen. Somit fuhren wir kurz zu dem in der Nähe des Flughafen gelegenen, bis wir dann endlich um die Mittagszeit Richtung Nationalpark aufbrachen. Wir fuhren die Strecke gemütlich ohne Pause durch und genossen die vorbeiziehende Landschaft und das tolle Wetter. Bereits vor dem Eingang des Nationalparks parkten schon die Autos an der Straße, als wir mit einer Stunde Zeitverschiebung um kurz vor vier im Park eintrafen. Ich war erleichtert, dass wir nicht schon früher da waren, denn auf Massenwandern hatte ich definitiv keine Lust. Selbst jetzt um diese Zeit mussten wir noch am Ausweichparkplatz am Visitor Center parken und nahmen gleich das nächste Shuttle. Ich studierte die Zeiten der Shuttles und stellte fest, dass das letzte bereits um halb 7 von der Zion Lodge wegfährt. Bedenkt man alleine die Fahrzeit bis zu den Narrows hätten wir nicht gerade viel Zeit um diese zu erkunden. Kurz wurde der Plan umgeschmiedet und wir beschlossen stattdessen die kleine Wanderung zu den Emerald Pools zu machen und über den Kayenta Trail zur Haltestelle „The Grotto“ zurückzugehen. Das Shuttle bahnte sich langsam immer weiter seinen Weg in den Canyon. Fasziniert betrachtete ich die glatten aufragenden Felsen auf beiden Seiten. Als wir in der Zion Lodge ausstiegen war es schon ziemlich schattig und uns fror etwas an den Waden. Gut, dass wir unsere Fleecejacken dabei hatten. Regenjacken haben wir der Sturheit halber komplett zu Hause gelassen, weil wir zu Hause bereits sagten, dass es niemals in diesem Urlaub regnen darf. Hatten wir nicht an der Ostküste schon genügend Regen im Mai? Warm haltende Fleecejacken waren aber erlaubt. Der Weg zu den Emerald Pools ist komplett geteert, daher hatten wir den „Wasserfall“ sehr schnell erreicht. Wir kraxelten noch die weitere Strecke hoch, dennoch fand ich hinterher den Kayenta Trail, mit seinen Aussichten auf den Canyon viel interessanter. Die untergehende Sonne färbte den Virgin River komplett golden, ein tolles Schauspiel. Ich trödelte natürlich wieder herum, da ich an jeder Ecke ein neues tolles Motiv fand. Leider lag der Canyon komplett im Schatten, so bekam man die tiefstehende Sonne und den Canyon nicht gut auf das Bild. Nach einiger Zeit kamen wir dann auch wieder an der Bushaltestelle an und nahmen das nächste Shuttle. Das Frühstück war schon lange abtrainiert und wir hatten Hunger. Als wir am Parkplatz des Visitor Centers ankamen verschwand die Sonne gerade hinter dem Horizont und von den Campingplätzen zog ein angenehmes Lüftchen mit BBQ-Duft in unsere Richtung. Jetzt knurrten die Mägen natürlich noch mehr. Wir fuhren den Canyon nach oben, durch den Tunnel und parkten am Checkerpoint Mesa. Den sah man eigentlich nur noch ganz leicht, da es so schnell dunkel wurde. Wir packten unsere im Deli des Walmarts gekauften Chicken Wings, Nudelsalat, Coleslaw und Baguette aus und ließen es uns schmecken. Nach dem Abendessen machten wir uns auf den Weg zum Bryce Canyon. Nein, nicht um den Canyon bei Nacht zu sehen, er bot sich nur als gute Übernachtungs Location an. Wir sind es gar nicht gewohnt, dass es so früh dunkel ist, daher verkürzte dieser Zustand unsere Tage. Auf der einstündigen Fahrt zum Hotel musste Anett ständig Wache halten, nicht weil sie Angst hatte dass ich einschlief, sondern weil „DIE ZEIT“ war. „DIE ZEIT“ heißt bei uns: Es sind viele Tiere unterwegs, die auch hin und wieder die Straße überqueren. Erwischt haben wir zum Glück keines, dafür befand sich aber  jede Menge lebendiges Getier von groß bis klein am Straßenrand. Während wir gerne mal erst gegen Elf im Hotel aufschlugen waren wir heute schon um halb neun in der Lobby vom Rubys Inn. Die Dame an der Rezeption war emotionslos, unfreundlich würde ich es aber nicht nennen. Aber ich erwarte eigentlich nichts von diesem Gruppenreisenhotel, außer saubere Zimmer. Wenn ich täglich die Massen an Reisebussen abfertigen müsste, würde ich eventuell um halb neun abends auch so gucken. Wir bekamen das Zimmer mit Lakeview, später hab ich gesehen, dass ich „extra“ Lake View gebucht habe. Ehrlich gesagt nicht absichtlich, ich hab eigentlich nur das billigste Angebot gebucht. Lake View kann man sich eigentlich sparen wenn man nach Sonnenuntergang ankommt und vor Sonnenaufgang wieder fährt. Selbst wenn die Sonne scheint ist es nichts Besonderes. Ein künstlich angelegter Teich eben. Die Zimmer waren aber wie gewohnt wieder guter Best Western Standard. Mein Bett hatte fünf Kissen und so konnte ich glücklich einschlafen.
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Tag 3: Zion Nationalpark
Übernachtung
Best Western Plus Ruby's Inn Bryce Canyon, UT 84764 http://www.rubysinn.com/ “Reisebus Hotel, aber geräumige Zimemr, sauber, gute Betten!”
gefahrene Meilen: 252
Essen
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