REISEBERICHT - USA - HIGHLIGHTS DES WESTENS

TAG 11 - LAS VEGAS

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REISEBERICHT - LAS VEGAS - CEASARS PALACE

 

LAS VEGAS

 

HAT CÄSAR HIER GEWOHNT?

 

Und wieder wachen wir über den Dächern von Las Vegas auf. Erstmal in Ruhe fertig machen, unten bei Starbucks einen Kaffee holen, und gemütlich den Tag beginnen. Oje, die Schlange an der Rezeption ist ja ewig lange, und wir müssen ja auschecken. Kein Problem, das Auschecken funktioniert auch online. Wir bringen die Koffer zum Auto, und gehen danach nochmal zurück aufs Zimmer, um den restlichen Kram zu holen. Schnell noch die Kühlbox mit frischen Eiswürfeln aufgefüllt und online ausgecheckt. Was fangen wir denn jetzt  mit dem jungen Tag an? Ich habe von MyVegas noch Gutscheine für die Achterbahn im NYNY, 2 for 1. Da Nathalie nicht fahren will, teste ich die Bahn gleich zweimal. Hätte jetzt auch nicht sein müssen. Die Bahn ist nichts für meinen Nacken. Im Gegensatz zu den neueren LSM Antrieben, sind die Kurven und Schrauben extrem anstrengend und nicht fließend. Schade. Nathalie entdeckt einen Walking Dead Spielautomat im Kindercasino, den probieren wird natürlich auch noch aus.

 

  

 

Da wir heute noch nichts gegessen haben und auch noch Vorräte kaufen müssen, beschließen wir zu Walmart zu fahren. Auf dem Weg dorthin schüttet es in Strömen. Wahnsinn wie schnell hier die Straßen überflutet sind. Neben Walmart ist gleich ein Panda Express. Ich zücke meine Coupon Nummer, 3 für 2 ! Panda, ja, da waren wir schon lang nicht mehr. Zum dritten Mal in diesem Urlaub gibts Orange Chicken, Bejing Beef und Sesame Chickens. Bei Walmart besorgen wir die nötigen Sachen und fahren dann ins The Orleans Hotel. Wieso? Weil es hier $2 Table Craps gibt. Nur leider war die Seite nextshooter.com wohl hier zu ungenau bei der Recherche.

 

Craps gibt es hier leider nur ab $5. Nun ja, liegt ja auf dem Weg. Das Circus Circus steht auch im Zeichen des $2 Dollar Table Craps, aber ebenfalls Fehlanzeige. Dafür haben wir eine klasse und kostenlose Sightseeing Tour über Las Vegas’ Rotlichtviertel auf dem weg dahin. Wir spielen im Circus Circus ein bisschen am eCraps, die Mitspieler sind sehr motiviert, besonders ein Mann, der sich über jeden Dollar wie ein Kind freut und zum Jubeln aufspringt. Jetzt ist es schon kurz nach drei, dann können wir ja auch gleich im Ceasers Palace einchecken.

 

Warum der Umzug? Das hatte zwei Gründe. Es ist Freitag, und die Spa Suite im NYNY war unbezahlbar. Zweitens, wir wollen heute noch ein bisschen den Strip zu Fuß erkunden, so haben wir einen besseren Ausgangspunkt. Lange Zeit hatte ich nach humanen Preisen, für Freitag, für Zimmer am Strip gesucht und letztendlich günstig das Ceasars Palace bei Priceline ersteigert. Glück gehabt, es hätte auch das Linq! sein können. Oh mein Gott, ist das Hotel riesig, das ist das Erste was mir einfällt. Das Self Parking befindet sich komplett am anderen Ende der Rezeption. Der Nachteil, wenn man sich die paar Dollar für das Valet Parking spart, man zieht die Koffer schön mal quer durch das komplette Casino. Gefühlt einen Kilometer.

 

 

Die Schlange an der Rezeption ist lang. Nach kurzer Wartezeit haben wir aber Glück, und der Herr vom Priority Check In winkt uns zu sich rüber. Nathalie überlässt mir das einchecken, sie verschwindet kurz für kleine Mädchen. Da mir die Whirlpool Suite im NYNY sehr gut gefallen hat, frage ich den Mitarbeiter, was denn ein Upgrade auf ein Zimmer mit Whirlpool kosten würde. Er klickt ein bisschen im PC und meint, dass er mir ein Zimmer empfehlen würde, was sein persönliches Lieblingszimmer hier im Hotel ist. Er würde mal schnell bei seiner Vorgesetzten fragen, was da so an Upgrade-Kosten fällig wären. Ich hatte nicht mal hundert Dollar bei Priceline bezahlt, daher machte ich mir nicht allzu große Hoffnungen. Er kommt wieder und sagt, dass das Upgrade $ 400 Dollar kosten würde. Oih! Das ist mal eine Ansage. Wir hatten durch den $25 Dollar Freeplay Voucher beim eCraps um die $150 Dollar gewonnen, daher entgegnete ich freundlich, dass $150 Dollar mein Limit wären, was ich für ein Upgrade bereit wäre auszugeben. Mir war es ein bisschen peinlich, ist doch von $ 400 ein beträchtlicher Unterschied zu $ 150. Kein Problem, er fragt nochmal nach. Ich beobachte wie er mit einer Dame kurz spricht und wiederkommt. „$150 is okay.“ - Hab ich mich jetzt verhört? Anscheinend nicht.

 

Er tippt am Computer und händigt mir die Schlüsselkarten aus. Nathalie ist inzwischen wieder dazu gekommen, während der Mitarbeiter mir auf dem Hotelplan den Weg aufs Zimmer aufzeichnet. Aha, in den Palace Towers sind wir gelandet. Ich bin jetzt nicht wirklich auf den Kopf gefallen, aber der Weg dorthin hat mir einiges abverlangt. Dieses Labyrinth im Ceasers Palace sollte man nicht unterschätzen. Wenn man es aber weiß, ist es leicht zu finden, wie bei allen Dingen. Ich orientiere mich jetzt an Gordon Ramsay´s Pub and Grill, da kann später nichts mehr schief gehen. Der Vorteil, zum Parkplatz ist es nicht mehr so weit, und die Lifts befinden sich direkt am Ausgang zum Pool. Ich habe Nathalie nichts vom Upgrade erzählt und bin auf ihr Gesicht gespannt. Sie war so traurig, dass wir keinen Whirlpool mehr haben. Nach dem Hotel in Flagstaff hatte ich ja noch was gutzumachen. Wow, der Flur ist schon mal schön. An der Zimmertür angekommen, guckt mich Nathalie schon fragend an. Eine Doppeltür?

 

   

 

Wir betreten das Zimmer und der erste Satz war: „Dich kann man keine 5 Minuten allein lassen.“ Oh mein Gott. Sowas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Als ich von einem Whirlpool Upgrade sprach, meinte ich ein ähnliches Zimmer wie im NYNY, aber das hier, das war irgendwie 5 Ligen drüber. Ist das Dein Ernst? Einen kurzen Moment frag ich mich selbst, ob ich das mit dem Upgrade richtig verstanden habe. Doch, das habe ich wohl. Allein der Flur ist so fast groß wie mein Schlafzimmer zu Hause. Wir betreten ungläubig den Raum. Eine Tafel mit 8 Stühlen und Kronleuchter, eine riesige U-Couch, eine Küche. Eine Gästetoilette, dann ein Bad, nochmal ein Bad. Das ist mir jetzt gerade etwas zu viel, ich kann mich gar nicht richtig freuen und suche den Haken.

 

Das klingt jetzt lächerlich, aber ich habe Angst hier etwas anzufassen, bzw. weiß nicht mal wo ich mein Gepäck hinstellen soll. Die Vorhänge lassen sich elektronisch öffnen, Poolblick auf die vielen Becken des Caesars Palace. Langsam gewöhnen wir uns hier ein. Irgendwie wäre es jetzt zu schade das Zimmer bis nächsten Tag überhaupt zu verlassen, aber wir haben ja noch einiges hier in Vegas vor. Allerdings entspannen wir uns hier jetzt erstmal etwas. Obwohl an Küchengeräten alles vorhanden ist, gibt es auch hier keine Kaffeekapseln für die Maschine. Wir haben uns aber zum Glück Eiskaffee aus dem Walmart mitgebracht. Wir machen uns ausgehfertig und einige Zeit später fahren wir dann nach unten um die Forum Shops zu besuchen. Die sind nur einen Katzensprung von den Palace Towers entfernt.

 

 

Wir schlendern Richtung Fat Tuesday. Als wir da ankommen hat gerade die „Fall of Atlantis“ Show angefangen. Man sieht, dass die Kulisse schon einige Jahre auf dem Buckel hat, dennoch gucken wir sie uns an. Unsere Becher haben wir dabei, und lassen sie erstmal wieder mit dem bunten Angebot von Fat Tuesday füllen. Weiter gehts durch das Casino zum Hauptausgang. Oh nein. Es schüttet wie aus Eimern. Wir versuchen irgendwie schnell ins Bellagio rüber zu kommen, zum Glück gibt es hier einen überdachten Gang. Das Casino des Bellagio Hotels sieht nicht sehr viel anders aus, als alle anderen. Wir gucken uns kurz in der Eingangshalle Dale Chihulys Meisterstück „Fiori Di Como“ an. Naja, so ganz reißen uns die Glasblumen jetzt nicht vom Hocker. Jeder darf mich jetzt einen Kunstbanausen nennen. Wusstet ihr, dass die 2.000 mundgeblasenen Glasblumen jeden Tag, von einem Team bestehend aus 10 Mitarbeitern, gereinigt werden?  Ich mag ja zu Hause schon nicht gern abstauben.

 

  

 

Wir verlassen das Bellagio und stehen direkt vor den Fontänen. Es regnet immer noch, daher benutzen wir den überdachten Weg bis zur Straße. Man hat von hier einen schönen Blick auf den Springbrunnen und das Paris im Hintergrund. An der Straße angekommen, müssen wir aufpassen, vom Verkehr nicht pudelnass zu werden. Es haben sich riesige Wasserlöcher auf der Straße gebildet. Zum Glück lässt der Regen nach. Wir überqueren die Straße, spazieren am Flamingo vorbei. Dort fällt mir Margaritaville auf, das Restaurant von Jimmy Buffet hat mir auf Key West gut gefallen.

 

 

Weiter vorbei an vielen Restaurants und Bars gehts für uns ins Venetian. Das ist hier ganz schön anstrengend, aufgrund des Regens sind nämlich alle Rolltreppen außer Betrieb. Wir gucken uns die Gondoliere auf den künstlich angelegten Kanälen an und bummeln durch ein paar Geschäfte. Was für eine Architektur dieses Hotel hat! Wow! Am Ende gehts wieder durch die riesigen Türen der Rezeption nach draußen auf den „Markusplatz“. Von dort überqueren wir wieder die Straße und gehen am Mirage vorbei wieder zurück zum Ceasars. Dort gucken wir uns noch die obere Etage der Forum Shops an und danach gehts wieder ins Haupthaus. Das Casino brummt, klar, ist ja Freitagnacht. So ganz gefällt uns die Atmosphäre hier nicht, im NYNY fanden wir es familiärer und schöner.

 

 

Auch die Leute am eCraps sind richtige Spaßbremsen, so geht Nathalie schon mal aufs Zimmer. Ich quetsche mich noch zwischen ein paar Leute am Tisch, aber die Beträge die hier gespielt werden, liegen jenseits meiner Dimension. Mit meinen kleinen $5 Einsätzen komme ich mir eher wie ein Störfaktor vor, während hier andere pro Runde 100 und 200 Dollar Chips auf den Tisch werfen und strategische Wetten abschließen. Als ich $60 gewonnen habe, nehme ich meine Chips und gehe, es macht mir hier keinen Spaß. Am Cashier mach ich sie zu Bargeld und stecke noch meinen Voucher vom eCraps von vorhin in einen Automat. Na, geht doch. Nochmal ein bisschen das Taschengeld aufgebessert, aber jetzt hab ich keine Lust mehr.

 

 

 

Auf dem Weg zum Lift komme ich an einer riesigen Menschenansammlung vorbei. Oh, Calvin Harris legt heute Abend auf. Aber darauf habe ich keine Lust, ich bin froh, im Zimmer zu sein. Dort essen wir noch zu Abend und gucken ein bisschen fernsehen. Das Bett ist super bequem und wir schlafen irgendwann gegen halb drei ein.

 

 

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