REISEBERICHT - USA - HIGHLIGHTS DES WESTENS

TAG 20 - Universal Studios Hollywood

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UNIVERSAL STUDIOS HOLLYWOOD

 

VON HARRY POTTER BIS JURASSIC PARK

 

Der letzte Tag im gelobten Land bricht an, und einer der wenigen Tage, an denen wir uns einen Wecker stellen. Um viertel nach 7 ist Abfahrt, es geht zu den Universal Studios. Wir haben uns bereits von zu Hause Front of Line-Tickets gesichert, und somit Early Admission, statt um 9:00 dürfen wir schon um 08:00 in den Park. Da es Sonntag ist, ist der 101 wie leer gefegt. Somit rollen wir schon um zwanzig vor acht ins Parkhaus. Preferred Parking brauchen wir gar nicht, wir parken als einer der ersten Autos direkt bei E.T. und stehen nach ein paar Schritten direkt auf dem City Walk. Die Geschäfte haben noch zum Großteil geschlossen, somit beeilen wir uns in den Park zu kommen. Wir dürfen sogar schon, nach einer kurzen Durchleuchtung, rein. Dort stehen schon viele andere Besucher und warten bis der Mitarbeiter das Go! Zeichen gibt. Wir drängeln uns an der Meute vorbei zum Front of Line-Pass-Kiosk. Wir hatten schon Angst die Leute stehen hier deswegen an, aber zum Glück kommen wir gleich dran und bekommen die begehrten Lanyards mit den Pässen. Wir haben nur den normalen Front of Line Pass, mit dem kann man bei jeder Attraktion nur einmal die Fast Lane benutzen.

 

  

 

Es gibt auch noch den Unlimited, der so oft gilt, wie man will. Auch bei den Shows hat man beiden bevorzugte Sitze. Um Punkt acht Uhr gehen die Tore auf, aber nur zur Harry Potter Welt, alle anderen Attraktionen sind nicht in der Early Admission enthalten. Aber Harry Potter ist sowieso das Objekt unserer Begierde. Wir steuern zielgerichtet zum Schloss und laufen das Wartelabyrinth komplett durch. So könnte es immer sein. Schon sind wir in den Sitzen und es geht los. Nathalie ist etwas skeptisch, da sie Höhenangst hat und keine Achterbahnen mag. Da ich die Bahn aus Orlando bereits kannte, versichere ich ihr, dass ihr das Spaß machen wird. Während der Fahrt bin ich mir da aber nicht mehr ganz sicher, und guck öfter mal zu ihr rüber, aber sie hat wirklich Spaß. Puh! Die Fahrt ist leider viel zu schnell vorbei. Allerdings ist die Warteschlange nicht lang, somit beschließen wir gleich nochmal eine Runde zu fahren und das alles vorm ersten Kaffee und ohne Frühstück. Das holen wir aber jetzt nach und stürmen den Starbucks. Dort ist die Schlange länger als bei Harry Potter und wir warten 20 Minuten auf unser Frühstück.

 

   

 

Nun ist es auch schon neun Uhr und der Park komplett geöffnet. Wir nehmen uns im unteren Bereich die Hollywood Studio Tour vor. Die habe ich bereits in den 90ern gemacht und 2009. Ich bin gespnnt, wie viel sich in den Jahren verändert hat. Auch hier gibt’s keine Warteschlange und wir nehmen den ersten Wagon, der auch gleich losfährt. Es wird bereits schon für die Halloween Horrornights aufgebaut, somit gibt’s zwischen den Kulissen jede Menge Arbeiter die diverse Leichenteile platzieren. Uns gefällts. Über die New Yorker Kulissen, fahren wir zur Western Kulisse. Alles beim Alten. Als nächstes geht’s zu Peter Jacksons Kong Island. Früher war das mal ein Eistunnel soweit ich mich erinnere. Jetzt ist der Tunnel mit einer kompletten 4D Animation ausgestattet. Wir befinden uns auf Kong Island und sind Teil eines Kampfes zwischen T-Rex und King Kong.

 

Das ist mal besser, als der sich drehende Eistunnel. Jetzt kommt die Kulisse von Spielbergs weißem Hai. Ich denke mindestens 70 % der Leute mit uns im Zug kennt diesen Film nicht. Ich merke, ich werde alt. Der Hai springt hoch, keiner erschreckt sich, früher ein Highlight, heute öde. Danach sehen wir noch die Wysteria Lane von Desperates Housewives, und mir ist so, als hätten die das komplette Set auf einen anderen Platz gestellt. Das war nämlich früher mal neben der abgestürzten Boing von Krieg der Welten. Diese sehen wir dann erst später. Wo früher die tolle U-Bahn Kulisse war, in der ein Erdbeben simuliert wurde, ist jetzt ein Fast and the Furious Tunnel. Die Schauspieler werden in Lebensgröße und in 3D an die Wand gestrahlt und wir befinden uns plötzlich mitten in einer Verfolgungsjagd.

 

Die Leinwände sind an allen Seiten, sowie vorne und hinten. Es gibt kein Entrinnen, außer die Augen zuzumachen. Danach ist uns beiden schlecht. Die Überflutung in Mexiko ist auch noch Teil des Programms, wie früher. Nennt mich zu nostalgisch, im Ganzen finde ich die Attraktionen der Hollywood Tour von früher besser.

 

  

 

Nach der Hollywood Tour schlendern wir nach Springfield in die Welt der Simpsons. Dort ist auch ein Fahrgeschäft, welches ich Nathalie zumuten kann. Es ist bereits voll und da wir sowieso nur einmal fahren wollen, benutzen wir unseren Fast Pass. Der 4D Ride, der früher Zurück in die Zukunft war, ist lustig und macht uns viel Freude. Wir ziehen weiter zu den Minions, bei 90 Minuten Wartezeit zücken wir unseren Pass und gehen durch. Gut so, denn wenn wir tatsächlich 90 Minuten für diese 4D Animation gewartet hätten, dann würden wir uns ärgern. Der Park ist voll, klar, es ist Sonntag. Inzwischen müssen wir uns schon durch die Gänge drücken. Wir fahren in den unteren Bereich. Ich möchte mit der Jurassic Park Wasserbahn fahren. Nathalie traut sich nicht, aber plötzlich kommt sie doch mit. Es geht durch den Park im Floß und dann übernehmen die Dinos die Herrschaft. Kurz bevor uns T-Rex aufrisst, rasen wir nach unten in den Fluss. Puh, nicht nass geworden!

 

Vor dem Fahrgeschäft steht ein Raptor mit seinem Betreuer, mit dem man sich fotografieren lassen kann. Das machen wir doch glatt. Auch Megatron ist für ein Foto bereit, das nehmen wir auch noch mit und stürzen uns auch gleich in die Welt der Transformers. Ein 4D Abenteuer der Extraklasse. Ich kenne es aus Orlando, die erste Fahrt schlägt leider nichts. Jetzt hat sich auch Nathalie entschieden, dass sie doch die Mumie mitfahren möchte. Ich habe ihr vorhin erklärt, dass die Bahn sehr schnell ist, aber nicht hoch, da sie komplett dunkel ist. Wir nutzen auch den Fast Pass, 100 Minuten Wartezeit werden umgangen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr, Nathalies erste Highspeed Achterbahn. Kurz vor Schluss stoppen wir im Dunkeln. Uups, aber schnell geht die Tür auf. Die Bahn ist übrigens anders als die Mumie in Orlando. Ich mag die in Los Angeles lieber, ich habe das Gefühl die hier ist schneller.

 

 

Nach der rasanten Fahrt schauen wir uns die Special Effect Show an, hier lohnen auch die Pässe, wir können ganz vorne sitzen und durch einen separaten Eingang reingehen. Als nächstes steht die Animal Actors Show auf dem Programm, es ist schon erstaunlich wie viele Tiere sich so trainieren lassen. Wir dürfen noch sitzenbleiben und die Tiere hautnah begutachten und auch Bilder machen.

 

Ich habe es bis jetzt vermeiden können, aber nun ist das Horror-Maze „The Walking Dead“ dran. Ich bin großer Fan dieser Serie, daher weiß ich ganz genau was mich erwartet. Nathalie hat sich zu Hause schon darauf gefreut und war sehr enttäuscht, dass wir nicht zu den Horror Nights da sind. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich nur jetzt durch Walking Dead durchgehen muss.  Die Kulissen sind klasse gemacht, inklusive jeder Menge lebendiger Darsteller in original Zombie-Kostümen. Gut, dass vor uns eine Gruppe geht, die die ganzen Schreckattacken abkriegen. Leider sind wir das Schlusslicht und die „Walker“ tun das Beste, um uns hinten auch nochmal zu erschrecken. Aber ganz so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe, ist es jetzt auch nicht. Richtig gut gemacht und viel zu schnell vorbei. Leider.

 

  

 

Jetzt geht’s nochmal zur Harry Potter Welt. Dort sind 120 Minuten Wartezeit. Da wir zu den Schließfächern müssen, stehen wir trotz Pass an. Da habe ich jetzt keine Lust und ich schaue in den Gift Shop. Oh, von da aus kann man direkt zu den Lockern von hinten. Die Idee haben irgendwie nur wir und schon ist die Tasche verschlossen und es geht durchs Schloss. Da wir vorher nicht den Pass genutzt haben, können wir jetzt davon Gebrauch machen. Kurz bevor es los geht stoppt die Bahn wegen eines Fehlers. Macht nichts, wir sitzen zwar schon festgegurtet, aber hängen wenigstens nicht in der Bahn fest. Dies ist bisher die beste Fahrt, es hängt in der Tat davon ab, an welchem Platz man sitzt. Oder die Bahn ist jetzt schneller gestellt? Wer weiß das schon. Als wir ankommen entschuldigt sich der Mitarbeiter für die Störung, und wir dürfen gleich nochmal fahren. Was für ein Glück!

 

Die letzte Show die wir uns anschauen ist Waterworld. Wir setzen uns in die Wet-Zone, wird schon nicht so nass werden. Denkste. Die Schauspieler kippen Eimer mit Wasser ins Publikum, wir zittern und bangen, dass es uns nicht trifft. Die Mitte bekommt am meisten ab, ein junger Mann einen ganzen Bottich sogar. Wir haben es uns ausgesucht in der Splash Zone zu sitzen. Es wäre nicht so, als wären wir nicht vorgewarnt worden. Die Show ist klasse, viele Explosionen und Stunts. Als der Held mit dem Jetski angerast kommt und eine Kurve fährt, bin ich jetzt auch bis zur Unterhose nass. Eine komplette Welle ergießt sich über uns, da hilft jegliches Ducken nichts. Wenn man schon mal nass ist, dann können wir ja nochmal die Jurassic Park Bahn fahren. Als wir wieder auf die untere Ebene gelangen kommt eine Durchsage, dass der Park heute zwecks des großen Andrangs bis um 22 Uhr geöffnet hat, damit auch alle Besucher alle Fahrgeschäfte benutzen können.

 

 

Wir nehmen beim Jurassic Park die Single Rider Lane und müssen statt der 90 Minuten nur 30 Minuten warten. Auch gut. Da uns die Mumie so gut gefallen hat, stellen wir uns hier noch an. 50 Minuten Wartezeit, wir hoffen es geht schneller. Okay, 10 Minuten ist es schneller. 40 Minuten. Die Fahrt ist wieder klasse. Als wir aus der Bahn kommen ist es schon dunkel und alles hell erleuchtet. Wir haben Hunger und genehmigen uns leckeres Orange Chicken beim Panda Express direkt neben der Mumie. Die Welt der Universal Studios sieht im Dunkeln noch viel toller aus. Besonders bei Harry Potter fühlt man sich jetzt so richtig nach Hogsmeade versetzt. Es gibt tolle Darbietungen von den Harry Potter Schauspielern und wir besuchen noch das Geschäft mit den Zauberstäben in dem es auch eine kleine schauspielerische Einlage gibt.

 

  

 

Kurz nach 21 Uhr gehen wir nun schließlich auf dem City Walk etwas bummeln, aber uns tun inzwischen so sehr die Füße weh, dass wir beschließen unseren letzten Abend im Margaritaville ausklingen zu klassen. Es gibt einen Margarita und für uns beide ein Cuban Sandwich mit Pommes. Die Portion ist allerdings so groß, dass wir sie uns später noch für’s Frühstück einpacken lassen. Es wird Zeit ins Hotel zu fahren. Der Highway ist zum Glück frei und wir brauchen eine gute halbe Stunde zurück nach Montebello ins Hilton Garden Inn. Dort wird sich noch kurz frisch gemacht, mit dem Smartphone eingecheckt, und wir fallen fertig ins Bett.

 

 

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