USA Roadtrip durch Arizona – Tag 5 – Grand Canyon

Wir haben im Holiday Inn sehr gut geschlafen. Um 7 Uhr standen wir pünktlich auf und belegten uns noch schnell Sandwiches. Es war angenehm kühl. Wir wollten so schnell wie möglich zum Grand Canyon, bevor der Massentourismus los geht. Der Grand Canyon war eigentlich nur eingebaut worden, da Jess und Elke noch nie da waren. Nach kurzer Fahrzeit passierten wir auch schon die Tore des Nationalparks. Die Strecke dahin ist unspektakulär, das einzige Bewundernswerte ist, dass sich nach ein paar Stunden Fahrt, von gestern auf heute, die karge Wüstenlandschaft und dicht bewachsene Berglandschaft verwandelt hat.

Wir rollten auf dem Parkplatz des Yaki Points ein. Dieser Anblick verschaffte mir ein Lächeln. Als wir ausstiegen war alles ruhig und friedlich und es waren nur ein paar Autos da. Wir stellten uns an den Abgrund und genossen die Stille und den Frieden. Direkt nebenan wurde seit unserem letzten Besuch eine Art Zuschauer Tribüne errichtet. Eine Rangerin erzählte gerade etwas über die heimische Tierwelt, hinter ihr die große Schlucht. Wir setzten uns dazu und lauschten gebannt, während wir unseren Iced Coffee und Hickory Ham Sandwich verzehrten.

Nach einiger Zeit entstand plötzlich ein riesiger Geräuschpegel auf dem Parkplatz hinter uns. Mit einem Schwung landeten ein paar Touristenbusse, und ließen eine Horde Asiaten frei, die wild schreiend die Aussichtsplattform stürmten. Vorbei war es mit der Idylle, das sah man auch dem Gesicht der Rangerin an. Für uns war es jetzt Zeit aufzubrechen. Wir fuhren noch ein bisschen den Desert View Drive bis zum Grand View Point ab, stöberten kurz im Gift Shop des Village und machten uns dann auf den Weg Richtung Flagstaff. Schließlich hatten wir heute noch ein paar Dinge vor, wo es hoffentlich weniger Menschenaufläufe gab. Gemütlich fuhren wir umgeben von Nadelhölzern die 180.

In Flagstaff blieben wir nicht lange, sondern ließen die Stadt schnell hinter uns. Vom geliebten Sizzlers ging es auch vorbei, wehmütig ließen wir ihn auch links (rechts) liegen. Keiner hatte Hunger. Weiter ging es auf die 89A, dort veränderte sich die Landschaft wieder schnell. Waren vorher noch viele Wälder neben der Straße, kamen jetzt immer mehr steinige Abhänge und Berge zum Vorschein. Einen kurzen Stopp legten wir am Oak Creek Canyon Viewpoint ein. Wie erwartet, das Panorama im satten Gegenlicht. Indianer hatten einige Stände aufgereiht, aber es gab hauptsächlich Kitsch. Wir kauften nichts, sondern genossen die Aussicht und das milde Klima.

Eine Wohltat nach den über 40 Grad die wir die letzten Tage hatten. Elke’s Kamera beging Selbstmord, indem sie sich am Viewpoint direkt aufs Objektiv fallen ließ. Dieses ging dann nicht mehr einzufahren. Elke hatte dementsprechend gute Laune. Da musste schnell Ablenkung her. Der Slide Rock State Park. Die Serpentinen in den Canyon zu fahren war einfach wunderschön. Rechts plätscherte der Oak Creek entlang, die Sonne blinzelte immer zwischen den dicken Eichen hindurch. Klimaanlage aus, Fenster auf. So macht Urlaub Spaß.

Nach kurzer Zeit bogen wir auf den Parkplatz zum Slide Rock State Park ein. Ich hatte es befürchtet. Bis auf ein paar Parkplätzen am Ende war alles voll mit Autos. Egal, wir packten unsere Badeklamotten und Handtücher ein. Wenn schon keine schönen, menschenleeren Fotos entstehen konnten, dann wollten wir uns wenigstens akklimatisieren. Es ist schon toll und ich beneide die Menschen die hier leben echt um dieses schöne Freibad, auch wenn es voll war, wie ein richtiges Freibad in Deutschland in den Sommerferien bei 30 Grad. Wir fanden noch ein freies Plätzchen, bzw. einen freien Stein und breiteten uns aus. Dort guckten wir uns den Trubel an. Ich testete das Wasser…. uih ! Kalt ! Elke und Jess schreckte dies nicht ab, die beiden probierten die naturgeschaffenen Rutschbahnen.

Begeistert kamen sie wieder. Welch ein Spaß. Ich beschränkte mich darauf bis auf die Knie das Wasser zu testen. Meine persönlich bevorzugten Wassertemperaturen liegen zwischen Golf von Thailand und Jacuzzi. Sich die trockenen Sachen wieder anzuziehen war doof. Die Toiletten waren etwas eklig. Ich musste lachen, neben mir war eine Amerikanerin deren kleine Schwester sich strikt weigerte auf das Plumpsklo zu gehen, obwohl sie ja so pipi musste. Gegen fünf packten wir zusammen und fuhren weiter nach Sedona. Bei Sedona scheiden sich ja die Geister. Wir gehören zu den jenigen die diese Stadt lieben. Das muss die Vortex sein! Sedona bekam Ihren Namen von Mr. Schnebly, der Ende des 19. Jahrhunderts eine Poststation dort betrieb.

Seine Frau hieß Sedona. Man findet hier alles an touristischen Schnick-Schnack, darunter auch viele esoterisch geprägte Läden. Das Städtchen, mit seiner Vortex, ist jaAnziehungspunkt spirituell erleuchteter Menschen. Zu denen gehören wir aber nicht. Der Ortskern ist sehr sauber, und umringt von vielen Red Rocks wirkt er sehr friedlich. Wir hatten Hunger, sehr. Auf ein richtiges Restaurant aber wir keine Lust, da wir noch zum Cathedral Rock wollten. Also fuhren wir nach Village of Oak Creek. Wir wollten erst so einen Mexikaner Fast Food Laden neben Wendys probieren, aber die Mädels da drin waren nicht sehr motiviert uns was zu verkaufen. Zumal alles auf Spanisch war. Also aßen wir schnell Burger bei Wendys.

Wenn man Hunger hat, schmeckt alles. Danach ging es gemütlich die Verde Valley School Road zum Oak Creek. Inzwischen begann der Sonnenuntergang. Die Felsen wurden wunderschön angestrahlt. Als ich die ersten Fotos machen wollte, fiel mir auf, dass ich nur den Weitwinkel drauf hatte und ich hab mich furchtbar geärgert. Gegenüber vom Creek heirateten Menschen, erst dachte ich, die machen nur Fotos, aber es war wirklich ein Priester, oder Standesbeamter oder sowas in der Art dabei. Hat was, aber auf die Hochzeitsgäste im Bild konnte ich dennoch verzichten. Manchmal will ich mich ja nicht zufrieden geben, den Airport wollte ich noch sehen. Hinterher ist man immer schlauer.

Anstatt am Cathedral Rock zu bleiben und gemütlich den Abend bei einem Bier ausklingen zu lassen, quetschten wir uns in die letzte Parkbucht am Airport View Point. Als ich oben war, hatte ich noch 5 Minuten was von den rot angestrahlten Felsen. Ich war ein bisschen enttäuscht. Es wird dennoch aber nicht der letzte Besuch in Sedona gewesen sein. Wir checkten im Hotel ein. Wir hatten es bei Hotwire zugeteilt bekommen und wussten nicht so recht ob wir mit dem Zuschlag zufrieden sein konnten. Doch, wir waren es. Ein wunderschönes Zimmer mit Blick auf die Red Rocks.

Es war schon dunkel, deshalb ließen sie sich nur erahnen. Wir sprangen noch in den Pool und ließen den Abend im Jacuzzi ausklingen. Dort unterhielten uns mit einem Ehepaar aus Colorado sehr lange über die Eurokrise und Politik allgemein. Ich war sehr überrascht wie viel Ahnung die hatten. Der kleine Sohn von den Leuten starrte uns währenddessen die ganze Zeit auf die Oberweite, das war etwas irritierend. Haha. Gut gechillt und gut informiert gingen wir ins Bett. Nicht ganz, ich ärgerte mich zum dritten Mal an diesem Tag, da mir aufgefallen war, dass ich das Kabel für mein Netzteil vom Laptop irgendwo liegen gelassen habe. Mist. Akku war noch voll, ich beschloss in Tucson mal zu Radio Shack zu gehen. Gute Nacht. Morgen haben wir viel vor.

Übersicht Roadtrip - Kakteen Südarizonas

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Beginnend in New York, der Stadt die niemals schläft, geht es die Küste nach Norden, vorbei an schroffen Felsen, alten Häfen und natürlich vielen Leuchttürmen. Sportlich wird es im Fenway Park, dem ältesten Baseball Stadions der USA.

 

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