17. Tag - Kanarra Creek & Cedar Breaks NM

Roadtrip – Naturwunder des nordwestens

Jeden Tag am Morgen merkte ich, wie lange ich schon unterwegs war. Schön langsam war ich übersättigt von allem. Zu meinem Bedauern muss ich zugeben, dass 3 Wochen schon teilweise zu viel für mich sind. Besonders wenn ich viel wandere. In Orem ging es deshalb gemütlich um 11 Uhr vormittags erstmal zu IHOP zum Frühstücken, bevor ich wieder weiter südlich fuhr. Am frühen Nachmittag erreichte ich Kanaraville. Ich parkte am Parkplatz am Trailhead zum Kanarra Creek. Das Thermometer stand auf 36 Grad. Wäre kein Fluss am Wanderweg, dann hätte ich keine Lust gehabt den zu gehen, bei diesen Temperaturen ist das eine Bestrafung, keine Freude. Der Weg bis zum Fluss war trotzdem anstrengend. Ich verlor schnell die Lust.

Fotos hin oder her. Ich kam mir etwas doof vor, als mir kleine Kinder in Badeanzügen entgegen kamen. Dies ist wohl für die Einheimischen ein Badeort. Und ich war in voller Wandermontur unterwegs. Das Wasser hatte angenehme Temperaturen, aber da es so heiß war roch es nicht angenehm. Trotzdem kletterte ich eine Zeit lang den Kanarra Creek aufwärts. Wäre es nicht so heiß gewesen, dann hätte ich auch richtig Spaß gehabt. Ab dem ersten Wasserfall hatte ich wirklich keine Lust mehr. Mein Ansporn wurde auch nicht besser, als mir eine ältere Dame mit ihrem Enkel entgegen kam, die die Wanderung locker meisterte. Der Kanarra Creek stand bei mir am heutigen Tag definitiv nicht an erster Stelle meiner Lieblingsbeschäftigungen.

Steinigt mich jetzt, aber ehrlich gesagt wollte ich lieber schön am Pool liegen. Der Rückweg dauerte überhaupt nicht lange, mir kam der Hinweg Ewigkeiten vor. Damit der Tag nicht völlig umsonst war, beschloss ich noch kurz zum Cedar Breaks National Monument hochzufahren, das war ja gleich um die Ecke. Auf dem Weg dahin warf sich leider ein größeres Selbstmordhörnchen vor mein Auto und versaute mir den heutigen Tag somit komplett. Enttäuschung und Schuldgefühle, na toll. Oben am Cedar Breaks NM konnte ich wieder ein bisschen durchatmen. Es hatte von 36 Grad auf 15 Grad durch den Höhenunterschied abgekühlt.

Es war keine Menschenseele dort. Alles geschlossen. Mir sollte es recht sein. Die Sonne stand schon tief und bot mir tolles Licht für das Amphitheater. Doch, da war jemand. Ein Murmeltier leistete mir Gesellschaft und ließ sich von meiner Anwesenheit nicht stören. Es kletterte auf den äußersten Punkt des Rims und genoss die letzten Sonnenstrahlen auf einem Felsen.

Mein Hotel für den heutigen Tag befand sich noch eine gute Stunde Autofahrt entfernt, in St. George. Dort angekommen suchte ich einen Applebees, ich hatte Lust auf die großen Nachos. Was mir schon in Florida passiert ist, war hier auch der Fall. Es gab keine. Ich fragte bei der Bedienung nach, denn die Nachos sind schließlich meine Favorites. Typisch USA, alles kein Problem, ich bekomme Nachos. Sie konnte sich das auch nicht erklären, warum die nicht mehr auf der Karte stehen.

Ich sterbe für die Schokoladen Mousse mit Oreo Krümeln. Wer die nicht kennt, unbedingt probieren. Danach war das Hotel schnell gefunden, das Lexington. Günstig, aber es hat keine 3,5 Sterne verdient. Es ist zwar Frühstück dabei, aber die Zimmer sind sehr runtergerockt. Die Klimaanlage rumpelte, aber irgendwann konnte ich trotzdem gut einschlafen.

Übersicht Roadtrip - Naturwunder des Nordwestens

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