19. Tag - Las Vegas Neon Museum

Roadtrip – Naturwunder des nordwestens

Das frühe Aufstehen war ich nicht mehr gewohnt. Ich hätte mit Ingrid und Bernd locker ein bisschen Party machen können, jetzt bin ich froh dass wir es nicht getan haben. Um neun Uhr musste ich schon am Neonboneyard sein. Denn ich hatte Karten für die erste Führung. Das frühe Aufstehen nahm ich in Anbetracht der klirrenden Hitze in Kauf. Am Parkplatz angekommen, stellte ich fest, dass ich über eine halbe Stunde zu früh war. Also drehte ich kurz noch eine Runde um uns was zum Essen zu besorgen. Das Frühstück gab’s dann wieder auf dem Parkplatz.

Der Neonboneyard heißt jetzt eigentlich Neon Museum und beherbergt die ausrangierten Neonreklamen des alten und neuen Las Vegas’. Den Eingang bildet eine architektonische Leistung, nämlich die Eingangs-Fassade des früheren La Concha Hotels. Sie wurde entworfen von Paul Williams, der unter anderem auch das Theme Buildung am LAX Airport entworfen hat. Für die 60er war dieser Stil etwas ganz neuartiges.

Da Las Vegas eine Wegwerfstadt, auch in Sachen Architektur ist, wollten die Gründer des Neon Museums wenigstens die besten Schmuckstücke behalten. Man darf die Fläche nicht allein betreten. Wir waren eine Gruppe von 10 Leuten, eine Frau die die Führung machte, und hinter uns immer ein strenger Officer, der aufpasste, dass die Gruppe zusammenblieb. Mal von der Hitze abgesehen war das was sie uns über das alte Las Vegas erzählte, und wie die Stadt aufgebaut wurde der absolute Hammer. Sie wusste für jedes Ausstellungsstück eine Geschichte.

Am witzigsten, aber auch meist schockierenden fand ich den Atom Tourismus zu dieser Zeit. Leute fuhren tatsachlich nach Las Vegas, um sich von Weitem die Atomtests der Armee anzusehen. Ich möchte nicht wissen, wie viel Strahlen diese Menschen abbekommen haben. Ein Beispiel dafür, wie leichtsinnig früher mit Nuklearwaffen, bzw. Kernenergie umgegangen wurde. Als Zeichen dieser Zeit gilt auch das große Neonschild des Stardust Hotels, dieses stellt nämlich einen riesigen Atompilz dar. Wer einmal in Las Vegas ist, und Interesse am alten Las Vegas hat, der ist hier genau richtig.

Für alle Fans des Bills Gamblin’ Hall: Das große Schild und der Pavillon der vorm Eingang hing, wird auch bald im Neon Museum zu bestaunen sein. Nach einem kurzen Abstecher im Flamingo beschloss ich nach dem etwas mageren Frühstück im M Resort Mittagessen zu gehen. Vielen Dank nochmal an Bille für den super Tipp. Am meisten war ich von den Desserts begeistert. Danach schlenderte ich noch ein bisschen in der Stadt herum. Ich kann es nicht erklären was ich tat, aber in Las Vegas gibt es ja immer irgendwas zu gucken.

Dann war es auch schon Abend und ich fuhr ins Luxor zu Criss Angel. Ich hatte noch nie einen Magier gesehen, aber ich war sehr beeindruckt von seiner Show. Sie dauerte über eine Stunde, aber mir kam sie vielleicht wie eine halbe Stunde vor. Bei 0-8-15 Magiern errate ich die Tricks zumeist recht schnell, aber bei Criss saß ich des Öfteren mit offenem Mund da und fragte mich, wie er diesen Trick denn jetzt gemacht hat. Ansonsten ist der Criss ein recht sympathischer Kerl, und ich hätte natürlich auch Geld dafür bezahlt. Ich wollte 2009 schon in seine Show, aber die Tickets waren mir zu teuer. Jetzt kamen mir die kostenlosen Karten von MyVegas richtig zu Gute. Den Abend ließ ich noch im Paris ausklingen.

Übersicht Roadtrip - Naturwunder des Nordwestens

Reiseübersicht
1. Tag - Flug nach San Francisco​
2. Tag - San Francisco​
3. Tag - San Francisco​
4. Tag - Redwood Nationalpark​
5. Tag - Redwoods und Wasserfälle​
6. Tag - Smith Rock State Park​
7. Tag - Columbia River Gorge​
8. Tag - Olympic Nationalpark​
9. Tag - Olympic Nationalpark​
10. Tag - Seattle​
11. Tag - San Juan Islands​
12. Tag - Fahrt zum Yellowstone​
13. Tag - Yellowstone NP Nord​
14. Tag - Yellowstone NP Süd​
15. Tag - Yellowstone NP​
16. Tag - Grand Teton​
17. Tag - Kanarra Creek & Cedar Break NM​
18. Tag - Las Vegas​
19. Tag - Las Vegas Neon Museum​
20. Tag - Las Vegas​
21. Tag - Heimflug​

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