8. Tag - Olympic Nationalpark

Roadtrip – Naturwunder des nordwestens

An diesem Tag ließ ich es wieder ruhiger angehen. Die letzten zwei Tage hatten tiefe Spuren hinterlassen. Mich plagte schmerzenden Muskelkater. Daher schlief ich gemütlich bis kurz nach neun aus und frühstückte das inbegriffene Frühstück. Dort herrschte immer noch Trubel, obwohl es schon so spät war. Es gab Hot Breakfast, aber ich war schon an dem Punkt angekommen, wo ich außer Creamcheese Bagel eigentlich nicht mehr viel essen mochte. Ich machte noch bis halb elf einen kurzen Verdauungsspaziergang am Hafen und lud dann das Gepäck wieder ins Auto. Am heutigen Tag fand in Olympia ein Fahrradrennen statt. Viele Fahrer wärmten sich schon auf der Rolle vorm Hotel auf. Das sah lustig aus. Bevor ich auf die Olympic Halbinsel startete wollte ich noch das Capitol besichtigen. Ich bekam auch gleich einen Parkplatz davor.

Das Rennen führte wohl am Capitol vorbei, denn Mitarbeiter waren schon dabei alles abzusperren. Bei meinem Parkplatz stand aber kein Schild. Somit lief ich über den gepflegten Rasen zum Capitol. Irgendwie glaube ich nicht, dass es Zufall ist, dass es aussieht wie das von Washington D.C. nur in Kleinversion. Ich ging kurz in das Gebäude und schaute uns etwas um. Da ich aber an diesem Tag noch mehr vorhatte ging ich nach einer guten viertel Stunde wieder. Jetzt war übrigens mein Auto auch schon mit gelbem Absperrband eingezäunt. Ich machte es einfach ab und fuhr dahin. Der nächste Stop war der Ruby Beach. Dieser ist gute zwei Stunden Fahrzeit von Olympia entfernt und liegt im Westen des Olympic National Parks.

Mit mir traf eine riesige Gruppe Biker ein. Diese machten einen riesen Lärm und nervten mich ein bisschen. Jetzt traf auch ein Bus voller Asiaten ein. Die Reisegruppe beschränkte sich nur auf den Viewpoint und störten mich nicht weiter. Inzwischen hatte ich wieder Hunger. Kein Problem, alles war ja in der Kühlbox, daher zauberte ich noch leckere Sandwiches, bevor ich den Weg zum Strand hinab ging. Wow, das sah ja toll aus. Als Erstes musste ich über eine Menge Treibholz klettern. Gemütlich setzte ich mich auf den letzten Stamm und machte ein Picknick. Eine wunderschöne Kulisse bot sich. Während ich aß probierte ich mein neues Billigfilterset aus. Witzig was sich mit ein paar bunten Plastikplatten für Effekte erzielen lassen.

Der Cedar Creek durchschnitt den Strand. Er war nicht breit, aber die Strömung sollte man nicht unterschätzen. Ich sah mehrere Menschen diesen Fluss durchqueren, also beschloss ich nach dem Essen meine Schuhe auszuziehen und ihnen gleich zu tun. Von wegen. Als erstes musste ich ein kleines Stück durch das Flusswasser. Schon da froren meine Zehen halb ein. Aua. Ich zog meine Schuhe wieder an und nahm das breite Stück in meinen Chucks. Mir war es egal, ich hatte ja noch Flip Flops im Auto. Ich verbrachte noch ein bisschen Zeit am Ruby Beach.

Jetzt war es aber soweit. Ich ließ die Abzweigung zum HOH Rainforest hinter mir und fuhr weiter nach Forks. Auf das Städtchen hatte ich mich schon besonders gefreut, denn dort ist ja der Ort wo sich Edward, der Vampir und Bella, das Mädchen aus Phoenix im Film Twilight kennenlernen. Ich war irgendwie ganz aufgeregt. Forks hat ein kleines Visitor Center. Dort kann der Truck den Bella im Film fährt, also das gleiche Modell, bestaunt werden. Das ganze Visitor Center ist komplett auf Twilight ausgerichtet. Die Mitarbeiterin war sehr nett und beantwortete alle unsere Fragen. Auf meine Frage hin, wie lange die denn in der Stadt gedreht hätten nahm sie mir leider meine Illusion. Das Einzige was von Forks gedreht wurde, war das Ortseingangsschild. Alle anderen Szenen wurden in Oregon und in Kanada gedreht.

Ich bekam einen Ausdruck mit den Drehorten, und siehe da. Viele der Orte hatte ich ja schon auf meiner aktuellen Reise besucht. Cannon Beach, der im Film La Push Beach sein soll, fehlte leider auf meinem Trip, aber da komme ich sicher ein anderes Mal hin. Ich fuhr einmal komplett durch Forks durch. Jetzt war mir klar, warum Forks nicht der Drehort war. Die Stadt ist nämlich nicht gerade ein Highlight. Ich besuchte noch das Haus von Bella, das übrigens auch in Vancouver am Filmset nachgebaut wurde.

Danach brauste ich wieder nach Süden und bog am HOH River ein. Nach einer kurzen Fahrstrecke erreichte ich das Visitor Center am HOH Rainforest. Es war nur noch ein Auto auf dem Parkplatz und das Visitor Center schon geschlossen. Eigentlich wollte ich sowieso nur den Hall of Mosses Trail gehen, den schaffte ich noch bevor es dunkel werden würde. Es ist immer schwer, wenn man schon viele tolle bemooste Wälder gesehen hat, den dritten bemoosten Wald auch noch toll zu finden.

Ich hätte mir ehrlich gesagt mehr vom HOH Rainforest versprochen. Das glasklare Wasser das hier durchfloss faszinierte mich aber. Alles andere war ähnlich wie rund um Portland. Ein bisschen mehr Moosflechten an den Bäumen. Die tatsächliche Hall of Mosses war natürlich dann faszinierend, keine Frage. Hohe Bäume, komplett mit herabhängendem Moos bedeckt. Wahnsinn. Den Loop bin ich langsam gegangen, immer noch taten mir die Beine weh.

Das kalte Wasser vom Ruby Beach hatte aber etwas Abhilfe geschaffen. Trotzdem kam ich müde am Parkplatz an. Es dämmerte schon, somit machte ich mich auf den Weg nach Norden nach Port Angeles. Dort hatte ich das Red Lion Hotel gebucht. Die Fahrt spendierte mir einen tollen Blick auf den Lake Crescent bei Dämmerung. Der See schimmerte dunkeltürkis. So eine Farbe hatte ich noch nie bei einem Gewässer gesehen. Immer wieder musste ich anhalten, weil ich mir das alles natürlich genau ansehen wollte.

Somit war ich auch erst um kurz nach zehn in Port Angeles. Ich kurvte noch kurz bei Taco Bell vorbei und nahm mir eine Box mit Burritos und Tacos mit. Die verspeiste ich auf dem Parkplatz vorm Hotel mit Blick auf das Meer. Viel sah man zwar nicht mehr, aber für ein Restaurant wäre es zu spät gewesen. Schnell hatte ich eingecheckt. Mühsam schleppte ich noch das Gepäck in den ersten Stock. Das Hotel hat nämlich keinen Lift. Ich frage mich was ein Rollstuhlfahrer macht, wenn die unteren Zimmer alle ausgebucht sind. Na ja, das hatte ich dann auch geschafft. Ich fiel todmüde ins Bett.

Übersicht Roadtrip - Naturwunder des Nordwestens

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