7. Tag - Mesa Arch und Arches Nationalpark

Roadtrip – SÜDWESTEN INTENSIV

Ich war bereits vorm Wecker klingeln wach, gut dass der Jetlag noch etwas da war und das Aufstehen daher nicht schwer fiel. Um 6 Uhr saß ich im Auto Richtung Canyonlands Nationalpark. Ohne große Zwischenfälle kam ich nach einer dreiviertel Stunde am Mesa Arch Parkplatz an. Obwohl es noch komplett dunkel war, standen schon fünf Autos auf dem Parkplatz. Endlich durfte ich wieder meine Stirnlampe aufsetzen. Ich ging den Weg wie am vorherigen Tag wieder im Uhrzeigersinn. Mit der Lampe war es kein Problem nach oben zu finden. Dort waren bereits mehrere Stative aufgebaut, aber keiner wirklich am Rand des Arches. Ich traute mich nicht ganz vorne aufzubauen, daher ging ich an den Rand und leuchtete den Bogen ein bisschen aus um die beste Position zu finden. Es dauerte keine Minute, da hatten sich alle Fotografen, die ausschließlich Hobbyfotografen waren, neben mich gestellt. Vielen Dank, so konnte jetzt auch ohne schlechtes Gewissen mein Stativ aufbauen. Alle waren super freundlich und wir vertrieben uns mit einer netten Unterhaltung die Zeit.

Auch zwei dazu gestoßene Japaner mit, wie immer, dem besten Equipment, waren lustig und freundlich. Als sich die Sonne den Horizont hinaufschob, war ich wieder froh eine Fernbedienung zu haben. Ich drückte einfach nur, während ich das Schauspiel persönlich in ganzen Zügen genießen konnte. Diesen Augenblick kann man wieder mal mit nichts bisher gesehenen vergleichen und der Sonnenaufgang am Mesa Arch ist denke ich mein absolutes Highlight aller Reisen. Als der Bogen am meisten glühte tönte hinter uns eine Stimme: „Ladies and Gentlemen….“, ein Mann wollte, dass wir alle weggehen damit sie den Arch komplett fotografieren konnten. Och schade, das Licht war ja grad am besten. Da keiner seine Brötchen mit Fotos verdienen muss, trugen wir alle die Stative zur Seite. Nach ein paar Minuten konnten wir ja wieder das Tal, umrahmt vom Mesa Arch fotografieren.

Als ich mich umdrehte sah ich auf einmal wieder die Familie die ich bereits im Little Wild Horse Canyon getroffen hatte. Die kleineren Mädels freuten sich sichtlich mich zu sehen. So ein Zufall. Ich ging noch am Rim entlang und setzte mich etwas abseits hin. Dort konnte man gut das Gewusel am Arch beobachten. Einer der Fotografen stand auf dem Arch und machte kniend eine Adonis-Pose. Als er aufstehen wollte verlor er plötzlich das Gleichgewicht. Ein lautes Raunen ging durch die Menge, als er sich dann glückerweise kurz vorm Abgrund stabilisieren konnte. Mir wäre fast das Herz stehen geblieben. Daher hab ich großen Respekt vor solchen Höhen und Abgründen. Da ich noch nichts gegessen hatte fuhr ich ins Hotel zurück und frühstückte.

Ich packte meine Sachen zusammen und kutschierte nochmal in den Arches Nationalpark. Witzerweise traf ich im Eingangshäuschen zum dritten Mal auf die gleiche Rangerin. Im Visitor Center war sehr viel los. Dort kann man viele Ausstellungen über die Entstehung des Arches Nationalparks sehen. Einen Film guckte ich nicht, aber ich kaufte zwei Magnete und fuhr wieder die Serpentinen hoch zum Plateau. Als erstes steuerten wir die Windows Section an. Mit Mühe und Not gelang es mir überhaupt einen Parkplatz zu bekommen. Solche Menschenmassen mag ich nicht.

Ich ging hoch zum Northwindow und wanderte den leichten Primitive Trail entlang, auf dem ich zum Glück niemanden traf. Vorbei am South Window ging es auf die andere Seite der Felswand. Von da aus konnte man beide Fenster erspähen. Zurück auf dem Parkplatz war ich einen Blick hinüber zum Double-Arch, konnte mich aber nicht sonderlich aufgrund der Menschenmassen begeistern dorthin zu gehen. Vorbei an der Parade of the Elephants wollte ich weiter nördlich zum Gebiet des Devils Garden fahren. Enttäuscht sah ich den Parkplatz des Sand Dunes Arch, die Autos standen verbotenerweise schon auf der Straße, so voll war es. Das gleiche Spiel am Skyline Arch. Ich hielt an der Picknick Area, weil ich zur Toilette musste. Dort suchte ich zwanzig Minuten einen Parkplatz, weitere 15 Minuten stand ich in der Schlange vom Klo.

Für meinen Geschmack war eindeutig zu viel los. Den letzten Versuch startete ich am Parkplatz für die Runde zum Landscape Arch. Fehlanzeige. Autos drängten sich schon einen Kilometer vorm Trailhead an den Straßenrändern entlang. Ich fuhr auf den Parkplatz, dort waren zwar Plätze frei, aber inzwischen hatte ich meine Geduld leider komplett verloren. Auf Menschenschubsen hatte ich keine Lust. Hunger hatte ich auch schon wieder, somit suchte ich mir eine abseits gelegene Picknick-Area in der Nähe des Balance Rocks. Dort waren nur ein paar Leute und ich genoss beim Essen die Landschaft. Ich ging noch etwas in der Gegend herum und beschloss dann mich Richtung Süden aufzumachen.

Durch Moab ging es die Route 191 nach Süden. Vorbei an Hole  ́n the Rock. Diesen Ort verstand ich schon zu Hause nicht. $6 Eintritt, um in ein in Sandstein gehauenes Haus zu gehen? Gibt für mich persönlich Interessanteres. Um es noch abstruser zu machen gibt es auch einen kleinen Zoo daneben. Es ist irgendwie so als wenn ein Lieferdienst neben Pizza auch indisches Essen und Burger anbietet. Ich brauche wohl nicht erzählen, dass ich nicht angehalten haben. Ebenso ließ ich den Wilson Arch am Straßenrand liegen. Weiter südlich passierte ich noch die Einfahrt zum Needles Disctrict, die ich letztendlich auch hinter mir ließ. Heut war ein Tag, an dem die Luft raus war. Ein solcher muss zwischen drin auch mal sein.

Dafür gibt’s dann wieder einen Grund, diese Ecke nochmal zu besuchen. Ein kurzer Stopp bot noch das fotogene Welcome to Colorado Schild, und ja, mein erstes Mal dass ich in Colorado bin. Yewha! Durch weniger ansprechende Ortschaften, mit vielen Autos in den Vorgärten und auch weit mehr anderem Gerümpel, begab ich mich nach Cortez. Dort will man eigentlich nicht mal tot über den Zaun hängen, die Stadt bot sich aber für den heutigen Tag als Übernachtungsort an. Die Econolodge ist zweckmäßig und für eine Nacht ausreichend. Da ich es nicht mag, wenn es in Zimmern komisch riecht, hab ich immer ein Febreze Spray dabei. Mit dem wirkte ich gleich mal entgegen. Ich fuhr noch kurz zurück ins „Zentrum“ und holte bei Taco Bell Drive Thru das Abendessen. Eine Tüte voll mit Beef Chalupas und Soft Tacos schloss den heutigen Tag ab.

Übersicht Roadtrip - Südwesten intensiv

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