9. Tag - Canyon de Chelly

Roadtrip – SÜDWESTEN INTENSIV

An diesem Morgen wurde der örtliche Ihop mal als erstes aufgesucht. Ganz untypisch für mich, dass ich in diesem Urlaub noch nicht mal dort gefrühstückt hatte. Für mich gab es Crepes mit Beeren und Frischkäse. Der Laden war gut besucht und es schmeckte auch alles sehr gut. Ich kehrte zurück nach Shiprock und bog dann nördlich der Stadt in die Straße 13 ein, die mich wieder nach Westen bringen sollte. Einen kurzen Stopp machte ich an einer Zufahrt zum Shiprock. Der riesige Felsen, welcher der Stadt den Namen gab, liegt im Navajo-Volcanic-Field. Von den Indianern wird er Tsé Bit ́A ́i ́, Felsen in Gestalt von Flügeln, genannt. Ich fuhr auch ein bisschen den Feldweg in Richtung des 483 Meter hohen Berges, der für die Navajo Nation von größter religiöser Bedeutung ist. Die Straße war allerdings recht schlecht, somit machte ich von Weitem nur ein paar Fotos.

Ich folgte der 13 weiter Richtung Westen, immer noch im Reservat der Navajo. Kurz hinter Red Valley beginnen die Lukachukai Mountains welche ich auf dem Buffallo Pass durchquerte. Auf dem höchsten Punkt gibt es einen Viewpoint, von dem man weit in die Ebene des Navajo-Volcanic-Field blicken kann. Ein wunderbarer Aussichtspunkt. Es ging wieder bergab. An der Straße sahich ein paar Rehe zwischen wunderschön gefärbten Blättern, ein tolles Szenario. Kurz hinter der nächsten Kurve kam mir ein Rudel wilder Hunde entgegen. Dass diese Hunde den hier lebenden Navajos nicht wirklich ans Herz gewachsen sind musste ich mitunter wieder in der Ortschaft Lukachukai erfahren. Gleich zwei überfahrene Hunde lagen ungeachtet neben einer Tankstelle.

Kurze Zeit später traf ich im Visitor Center des Canyon de Chelly ein. Der Canyon besteht eigentlich aus drei Canyons: Canyon de Chelly, Canyon del Muerto und der Monument Canyon. Das Wahrzeichen hier ist der Spiderrock, zwei über 200 Meter hohe Felsnadeln. Am Viewpoint musste ich grinsen, da sich ein paar Amerikaner neben mich fragten, wo sich denn nun der Spiderrock befinden würde, da hier ja nichts wie eine Spinne aussähe. Nein, der Spiderrock sieht nicht wie eine Spinne aus, sondern soll laut der Legenden der Navajos die Heimat der Spinnenfrau sein, die dem Volk das Weben beigebracht haben soll. Ich persönlich finde den Canyon, allein schon durch sein grünes Tal, wunderschön. Prächtig und idyllisch floss der Chinle Wash in vielen Kurven unter mir, ein paar Pferde grasten friedlich am Ufer.

Kein Wunder, dass sich bereits vor über tausend Jahren das Volk der Anasazi hier angesiedelt hat. Ihre Behausungen haben sie in Alköven in den Canyonwänden gebaut. Man kann unter anderem von oben die White House Ruin bewundern. Hier startet der einzige Wanderweg, den man ohne Navajo-Guide begehen kann, der White House Trail. Für andere Unternehmungen braucht man grundsätzlich einen Führer. Informationen zu geführten Touren erhält man im Visitor Center. Die nächste Ortschaft hier im Navajo Reservat heißt Chinle und hat außer ein paar Hotels, einer Tankstelle und einem Burger King nicht wirklich viel zu bieten. Da ichHunger hatten, blieb mir nichts anderes übrig, als den Burger King Drive Thru zu stürmen. Es gab einen Big King auf die Schnelle. Hier liefen im wahrsten Sinne des Wortes die Kühe über die Straße, und zwar gleich vier an der Zahl. Ich hatte erst überlegt, ob ich nicht in Chinle übernachten sollte, jetzt wo ich diesen Ort aber sah, war ich froh schnell das Weite suchen zu können. Auf meiner Liste stand noch ein Besuch des Hope Arches, der sich nicht unweit von Chinle befindet.

Ich traute den mich einkreisenden dunkelblauen Gewitterwolken nicht. Da man durch eine sandige Piste fahren müsste, wollte ich es nicht riskieren plötzlich im Regen zu stehen. Somit trat ich auf die Tube und erreichte um 17 Uhr den Eingang des Monument Valley Tribal Parks. Dort bezahlte ich $20 Dollar Eintritt, um im gebuchten Hotel „The View“zu übernachten, welches pro Nacht auch nochmal mit über 120 Euro zu Buche schlägt. Das Hotel hat alle Balkone auf die Mesas des Monument Valley ausgerichtet, so dass man bequem den Sonnenunter- sowie –aufgang vom Zimmer aus verfolgen kann. Mein Zimmer war in der unteren Etage rechts außen. Der Blick war gut, leider war mir aber zu viel Boden auf dem Bild. Als die Sonne unterging nahm ich mein Stativ, ging um das Hotel herum und stellte mich an den Abhang rechts vom Gebäude.

Der extra gebuchte Premium View war zumindest für mich für die Katz. Im Prinzip lag das Valley beim Sonnenuntergang komplett im Schatten, es gibt allerdings einen kurzen Augenblick, wo die Sonne zwischen dem rechten großen Felsen durchscheint und die Mesas orange färbt. Während das „The View“ von der Lobby bis hin zu den Zimmern sehr geschmackvoll gestaltet und sauber ist, sieht die Gegend drum herum, wie auch in Kayenta, Chinle oder Shiprock einfach nur heruntergekommen aus. Schade eigentlich, denn der herumliegende Müll passt einfach nicht ins Bild. Leider war meine Kühlbox leer, somit blieb mir nichts anderes übrig als im Hotelrestaurant zu speisen.

Wider Erwarten waren die Preise aber ganz human, nur die Wartezeit sehr lang. Obwohl die Hälfte der Tische frei war, wurden diese nicht belegt. Anscheinend waren wohl nicht so viele Servicekräfte vorhanden. Nach einer halben Stunde bekam ich einen Tisch zugewiesen und wurde nett bedient. Ich bestellte Navajo Frybread, belegt mit Bohnen, Salat, Tomaten, Käse und Sour Creme und zwar die kleine Version. Dazu konnte man sich noch an der Salat und Suppenbar bedienen. Die Suppe, welche eher ein Eintopf war, war super lecker. Ich muss mal dringend im Internet recherchieren was das war. „Chön charf!“ zumindest. Als das Frybread kam, war ich froh die kleine Version genommen zu haben, denn allein die schaffte ich nicht. Ich trank noch ein kühles Coors auf dem Balkon und ging dann früh schlafen.

Übersicht Roadtrip - Südwesten intensiv

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