15. Tag - San Francisco

Roadtrip – Highlights des westens

Guten Morgen San Francisco! Die Sonne strahlt wieder und wir sind froh. Das Holiday Inn Express Frühstück überbietet alles bisher Gewesene was Complimentary Breakfast angeht. Die haben eine Pfannkuchen-Maschine! Frische Egg-Sausage-Muffins zum selber bauen. Wir sind im Complimentary Paradies. Unser Mahl nehmen wir draußen ein, die Anlage ist sehr schön aufgebaut und ruhig. Ich buche uns noch schnell bei ParkWhiz einen günstigen ($ 12) bewachten Parkplatz in der Nähe der Market Street für den ganzen Tag. Wir packen schnell unsere sieben Sachen zusammen und schwingen uns in den Dodge.

Ein paar Minuten später überqueren wir auch schon die Golden Gate. Um Toll müssen wir uns keine Sorgen machen, Hertz bietet Pay by Plate, welches wir ja schon mehrmals genutzt haben. Wir fahren zum Baker Beach. Das erste Mal in diesem Urlaub: Meer und Strand. Der Sand ist warm und wir ziehen unsere Schuhe aus. Es ist wunderschön hier, ein großer breiter Strand, im Hintergrund die Golden Gate Bridge. Ein paar Hundebesitzer sind unterwegs, sonst sind wir fast alleine hier. Wir schlendern den Strand Richtung Golden Gate entlang und machen ein paar Fotos.

Danach gehts wieder zurück zum Auto und wir fahren zu unserem Parkplatz. Dort angekommen trauen wir unseren Augen nicht. Der Parkplatz ist zwar umzäunt und bewacht, aber direkt neben einem Obdachlosenheim. Davor stehen um die fünfzig nicht sehr vertrauenswürdig aussehende Männer. Nathalie meint, dass ich hier parken kann, sie aber nicht aussteigen würde und schon gar nicht mehr hier abends in der Gegend zurück ins Auto gehen möchte. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ein Plan B muss her.

Ich hatte zu Hause auf der Suche nach günstigen Parkmöglichkeiten auch Fort Mason gefunden. Dann fahren wir eben dort mal hin und gucken was das Parken kostet. Da in San Francisco in letzter Zeit sehr viele Mietwagen aufgebrochen werden, wollen wir nur ungern an der Straße parken. Vor Fort Mason am San Francisco Bay Trail ist ein riesiger Parkplatz, daneben ein Fahrradverleih. 24 Stunden parken kosten hier auch $12. Wir stellen uns direkt neben den Fahrradverleih, dort sollte so schnell nichts passieren. Die Wertsachen haben wir natürlich dabei, die Koffer sind sowieso im Hotel.

Ich schaue schnell in Google Maps, welche Buslinie uns jetzt am besten von hier zur Market Street bringt. Wir gehen ein paar Minuten zur Chestnut Street Ecke Laguna, dort fährt die 30 direkt zum Westfield Shopping Center. Unsere Tickets buchen wir über die Muni App, eine Einzelfahrt kostet $ 2,50. Die Busfahrerin ist zu Scherzen aufgelegt, weil die Klimaanlage nicht funktioniert. Immer wenn neue Passagiere einsteigen entschuldigt sie sich und macht Witze. Schon auf der Busfahrt können wir die Straßen von San Francisco begutachten. Nach knapp einer halben Stunde sind wir dann auch an der Market Street.

Dort bestaunen wir erstmal das große Westfield Shopping Center mit den Kurven-Rolltreppen. Die gab es zwar in den Forum Shops auch, aber hier sind die irgendwie noch beeindruckender. Danach gehen wir über die Straße zum Cable Car Turnaround. Wir haben Glück, es fährt gerade eins ein. Wir gucken zu, wie die drei Männer den Wagon umdrehen. Es stehen jede Menge Touristen an, um mitzufahren. Wir schlendern lieber zu Fuß die Powell Street nach Norden bis zum Union Square. Dort haben diverse Künstler ihre Gemälde ausgestellt.

Ich möchte unbedingt gegenüber dem riesigen Nike San Francisco Store einen Besuch abstatten. Wow, was für ein Laden, aber auch saftige Preise. Nein, Schuhe habe ich genug. Wir wandern die Grant Avenue nach Norden bis zum Dragons Gate von China Town. Hier beginnt eine der größten chinesischen Stadtviertel der USA. 

Die Läden dort sind aber enttäuschend, eigentlich gibts hier nur Touristenkram. Typisch chinesische Läden findet man selten. Wir gönnen uns erstmal bei Starbucks einen Eistee und zwei leckere Frappé. Wegzehrung sozusagen. An der Kreuzung zur Clay Street biegen wir rechts ab und stehen kurze Zeit später mitten vor der Transamerica Pyramid.

Es ist hier fast gar nichts los, nur ein paar Geschäftsleute sind unterwegs. Das Gebäude sieht, wenn man davor steht viel,größer aus, als es von Weitem in der Skyline wirkt. Die Columbus Avenue bringt uns zum Broadway. Unter einem Broadway hätte ich mir was Anderes vorgestellt, ist man ja beeinflusst vom Broadway in New York.

Hier sind statt Theater eher Stripclubs und Bars zu finden. Die Gegend wirkt auch seltsam. An der Sansome Street biegen wir wieder links ab und gehen bis zum Beginn der Filbert Steps. Dort ist auch das Headquarter von Levi Strauss.

Diese Stufen sind schon länger auf meiner Bucket List. 558 Stufen auf den Telegraph Hill. Gut, dass ich Nathalie nicht gesagt habe, wie viele Stufen es sind, bzw. wo ich vorhatte hinzugehen. 

 Wunderschön eingerahmt von blühenden Gärten erklimmen wir die ersten Holzstufen. Es ist hier kein einziger Tourist zu sehen.

Nach ein paar Metern hat man bereits schon einen tollen Blick auf die Bay Bridge. Hier sitzt auch eine Katze und blickt in die Ferne. Ein schönes Bild. Die Häuser, welche hier angereiht sind, haben nur den Zugang durch die Treppe. Ein paar haben Lifts. 

Okay, wenn Du hier wohnst, bist Du wenigstens sportlich unterwegs. Immer höher geht es den Telegraph Hill hoch. Nathalie verflucht mich jetzt. Als wir oben sind verschnaufen wir erstmal, wir sind stolz auf uns. Am Coit Tower ist dann wieder reges Treiben.

Wir entschließen uns nicht hochzufahren, der Blick nach unten vom Parkplatz aus genügt uns. Nach einer kurzen Pause schlendern wir wieder nach unten Richtung Lombard Street. Wir sehen in der Ferne die berühmten Kurven, gehen aber runter zur Fisherman’s Wharf. 

Dort steppt der Bär, wir können am Pier 39 aber ein schönes Plätzchen bei den Seelöwen erwischen. Es sind nicht viele da, aber es reicht um den Tieren ein wenig amüsiert zuzugucken. Inzwischen haben wir Hunger bekommen, da wir sowieso zu Bubba Gump diesen Urlaub wollten, warum nicht also dort essen.

Wir bekommen nach kurzer Wartezeit einen Platz am Fenster, mit Blick auf die Bucht. Für Nathalie gibts eine sehr leckere Margarita und den Shrimpers Heaven und für mich die Dumb Luck Coconut Shrimps. Die Bedienung ist fix, so haben wir nach kurzer Wartezeit alle Sachen schon auf dem Tisch. Mensch, ist das lecker. Nach dem Aufstieg zum Telegraph Hill haben wir uns die Kalorien verdient. Ein Dessert passt trotzdem nicht mehr rein.

Als wir Bubba Gump verlassen beginnt es sich zuzuziehen und richtig abzukühlen. Da es schon später Nachmittag ist fahren wir mit dem Bus zurück zu unserem Parkplatz. Dort trinke ich bei Equator Coffees & Team meinen besten Americano. Zwar nicht ganz günstig, aber jeden Cent wert. Hmmm, nach zwei Wochen wieder leckeren Kaffee, da weiß man erst wie man das vermisst hat.

Es geht jetzt per Auto durch die Stadt, zum Alamo Square. Wir wollen den Painted Ladies einen kurzen Besuch abstatten. Das Glück ist mit uns, und wir bekommen direkt vor den Häusern einen Parkplatz an der Straße. 

Da wir sowieso nur die Häuser sehen wollen, müssen wir uns um das Auto keine Sorgen machen. Kurze Zeit später beginnt es zu nieseln und es wird richtig ungemütlich in meinem Jeanshemd, daher gehen wir schnell zum Auto zurück.

Unser nächster Stopp ist der Castro District. Dort finden wir auch direkt an der Hauptstraße einen kostenlosen Parkplatz. Wir wollen nur einmal kurz die Regenbogen Fußgängerüberwege sehen und überqueren. 

Allerdings finden sich hier schöne Geschäfte und der Besuch dieses Viertels war dann doch länger als geplant. Der Levis Store hier in der Straße ist leider nur für Männer, aber wir gehen einfach trotzdem mal rein. Es gibt hier sogar Geldautomaten in Regenbogenfarben.

Es beginnt jetzt richtig zu regnen und wir fahren zum Holiday Inn zurück. Natürlich wieder über eine der schönsten Brücken der Welt,. Dort gibts für jeden  ein heißes Bad um wieder warm zu werden und wir lassen den Tag wieder mit Food Channel ausklingen. 

Zum Glück haben wir von gestern noch Frischkäse und Cracker, so macht ein TV Abend noch mehr Spaß. Ich schreibe noch schnell an Park Whiz eine E-Mail, dass wir Angst hatten auzusteigen bei der gebuchten Parklocation, keine halbe Stunde später habe ich die Gutschrift auf dem Konto. Super Service, gute Nacht.

Übersicht Roadtrip - Highlights des Westens

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Kommt mit uns auf einen 25 tägigen Roadtrip von Seattle bis Las Vegas. Jede Menge Natur Schauspiele der Extraklasse haben uns erwartet. 

Ab San Francisco geht es in den Norden bis zur kanadischen Grenze. Wilde Wasserfälle, Gletscher begleiten diese Reise bis zum Yellowstone Nationalpark und Las Vegas.

 

Von New York aus machen wir eine Rundreise an der Ostküste. Washington DC bis zu den Niagara Fällen. Von dort aus fliegen wir in die Sonne nach Florida.