USA Highlights des Westens – Tag 12 – Death Valley

12. Tag - Death Valley

Roadtrip – Highlights des westens

Wir haben Late Check Out, so können wir die tolle Suite nochmal richtig auskosten. Frühstück gibts fürstlich an der großen Tafelrunde. Danach hat der Pool auch schon offen. Der Ausgang befindet sich direkt unten bei den Lifts. Wow, von oben sah die Poollandschaft schon beeindruckend aus, aber unten stockt mir erstmal der Atem. 

Man fühlt sich wie in einem Luxus Tempel. Es sind noch wenig Leute da, so gehört mir das Becken des Cäsars allein. Stolz gehe ich die Treppe vor der Cäsar Statue zwischen Fontänen nach unten ins Wasser. Hier könnte ich es echt ein paar Wochen aushalten. Das ist wohl die schönste Poolanlage, die ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe.

Gegen elf gehen wir nochmal nach oben und machen uns fertig. Der Check Out funktioniert easy über den Fernseher. Da wir uns inzwischen hier auskennen, müssen wir nicht noch Stunden mit den Koffern durch die Casinos, sondern sind in ein paar Minuten bei den Aufzügen zum Self-Parking-Parkhaus. Ich will nochmal ins NYNY in den Hershey Store. Leider kommt  man jetzt nur sehr umständlich ins Parkhaus, weil der Bereich der Arena gesperrt ist. 

Wenn man schon mal im NYNY ist, sollte man als Abschied nochmal eine Runde eCraps spielen. Da das Frühstück nur aus ein paar Cornflakes bestand, besuchen wir noch auf dem Weg aus Vegas einen Taco Bell. Der Craving Deal darf es wieder sein. Danach geht die Fahrt weiter Richtung Westen. Gewitterwolken sind unser stetiger Begleiter.

Die Strecke ist langweilig und einschläfernd, zumindest für Nathalie, ich muss ja fahren. In Pahrump gibts für uns zur Stärkung einen McFlurry. Wollt Ihr einen Fun-Fact wissen? Die ersten Siedler in Pahrump waren Shoshonen, der Name leitet sich wahrscheinlich von Pah-Rimpi-Rimpi ab, was „Wasserfelsen“ bedeutet. Pah-Rimpi-Rimpi find ich lustig. Sagt das mal ganz schnell hintereinander. Wir sind zu spät losgekommen um noch viel im Death Valley zu unternehmen. Man muss eben Prioritäten setzen. Aber das Badwater Basin wollen wir dann doch mal besuchen. Nathalie sollte wenigstens den tiefsten Punkt der USA sehen. Die Strecke bis Furnace Creek zieht sich, und die Fahrt vom Visitor Center zum Badwater Basin ebenso.

Die Gewitterwolken sind immer noch da, eindrucksvoll. Am Badwater Basin ist die Hölle los. Wir steigen aus und gehen ein bisschen auf dem Salzboden entlang. Es hat wohl geregnet, hier steht überall Wasser. Wow, sowas hatte ich hier noch nicht gesehen. Es ist nicht besonders heiß, vielleicht 30 Grad. Eine Frau guckt uns abwertend an und meint dann auf Deutsch zu Ihrem Mann „Warum muss man sich denn für die Wüste so aufbrezeln.“ Äh? Ja, ich wusste gar nicht, dass wir aufgebrezelt waren. Ich mein, ich hatte jetzt, wie sie keine Wanderschuhe an, sondern FlipFlops. Die karge Landschaft des Death Valleys wird mich aber auch darin nie wandern sehen. Durchfahren ist schön, das ist okay. Dann gehen wir halt wieder.

Auf dem Rückweg nehmen wir noch den Artists Drive mit, durch die abendliche Lichtstimmung wirken die Farben noch viel schöner als sonst. Ebenfalls ist die Straße mit vielen blühenden Sträuchern gesäumt. Die Wüste lebt. Die Sonne bewegt sich immer mehr Richtung Horizont, während wir noch einen kurzen Stopp im bereits geschlossenen Visitor Center machen. Stempel adieu, aber die Toiletten sind wenigstens offen. Die Mesquite Flat Sand Dunes leuchten golden in der untergehenden Sonne. Eine wunderschöne Atmosphäre. Wir überlegen kurz auszusteigen und ein bisschen die Dünen zu betrachten, aber verwerfen die Idee, da wir noch bis hoch nach Bishop wollen.

Dieser Plan hätte auch ganz gut geklappt, vor allem in einer anständigen Fahrzeit, wäre nicht diese asiatische Dame vor uns unterwegs. Wer die 190 Richtung Lone Pine mal gefahren ist, der weiß, dass sich die Straße schön kurvenreich über den Pass windet. Natürlich kann man hier nicht mit 70 mph durchdüsen, aber sich an die vorgegebene Geschwindigkeit zu halten, daran denkt die Dame auch nicht. So tuckern wir mit 5-10 Meilen pro Stunde über 60 km hinter ihr her. Da noch ein Auto dazwischen ist, kann ich auch nicht an möglichen Stellen überholen. Mein Aggressions-Level ist in diesem Moment etwas angestiegen. Mein Plan Lone Pine im Dämmerlicht zu erreichen, der interessiert sie nicht.

Es ist fast stockdunkel, als ich endlich auf einer längeren Geraden beide Autos überholen kann. Schön, durch die Dunkelheit ist es jetzt natürlich extrem anstrengend zu fahren. Und da haben wir dann auch schon den Schlamassel. Durch den Regen hat ein Erdrutsch die Straße begraben. Ich bremse ab, wir gucken uns an und stehen vor der komplett mit großen Steinbrocken blockierten Stelle. Es ist gruslig. 

Kein Auto, dunkel, wir, mitten in der Wüste, allein. Es hilft alles nichts, die Gegenfahrbahn hat es nicht ganz so erwischt und ich fahre langsam über die aufgetürmte Erde. Puh! Geklappt. Aber ein klein wenig ist mir das Herz schon in die Hose gerutscht. Schön langsam macht sich auch bei Nathalie Unmut breit, es ist auch wirklich gruslig hier. Aber nach ein paar Minuten sehen wir schon die Lichter der Zivilisation.

Nach 30 Km haben wir dann auch endlich Lone Pine erreicht. Dort tanke ich den Wagen voll. Es ist kurz nach acht. Ich gönne mir noch einen Kaffee und setze zum letzten Ritt in Richtung Bishop an. Um neun sind wir dann auch endlich da, holen uns im Drive Thru von Carls Jr. einen großen Jalapeno-Cheeseburger und checken im Vagabond Inn ein. Das war gar nicht so einfach, denn zwei Senioren haben wohl so enormen Gesprächsbedarf, dass sie der Rezeptionistin 20 Minuten Fragen stellen. 

Bis sie selber dann höflich meint, dass noch ein Kunde darauf wartet bedient zu werden. Hallo! Das bin ich ! Mein Burger war jetzt kalt, aber es gibt eine Mikrowelle in dem schön renovierten Zimmer. Je weiter wir westlicher kommen, desto teurer war das Wäschewaschen. Nach den Tagen in Las Vegas hatte sich ein riesiger Berg angesammelt. Das erledigen wir auch noch gleich und fallen dann um halb 12 hundemüde ins bequeme Bett.

Übersicht Roadtrip - Highlights des Westens

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Kommt mit uns auf einen 25 tägigen Roadtrip von Seattle bis Las Vegas. Jede Menge Natur Schauspiele der Extraklasse haben uns erwartet. 

Ab San Francisco geht es in den Norden bis zur kanadischen Grenze. Wilde Wasserfälle, Gletscher begleiten diese Reise bis zum Yellowstone Nationalpark und Las Vegas.

 

Von New York aus machen wir eine Rundreise an der Ostküste. Washington DC bis zu den Niagara Fällen. Von dort aus fliegen wir in die Sonne nach Florida.