USA Highlights des Westens – Tag 13 – Yosemite Nationalpark

13. Tag - Yosemite Nationalpark

Roadtrip – Highlights des westens

Unser Frühstück nehmen wir neben der Hauptstraße ein, auf der schön angelegten Terrasse des Vagabond Inns. Es ist ein herrlicher Tag, die Sonne scheint und bei angenehmen 22 Grad. Es gibt Waffeln und Toast, nichts Besonderes, aber gratis. Da wir in Bishop nichts weiter vor haben, fahren wir weiter nach Norden, nach Lee Vining. 

Ich will den Mono Lake mal besuchen, das ist mir in meinen vergangenen Reisen irgendwie nie gelungen. Anstatt mich vorzubereiten, wo ich denn die Säulen im Wasser finde, steuere ich erstmal das Visitor Center an. Wir begutachten die Ausstellung, stempeln ein bisschen und dann frag ich den netten Herrn von der Info, wo ich denn diese tollen Säulen finde.

Er ist nett, zeichnet mir den Weg auf einer Karte ein. Achso! Nochmal nach Süden und dann links. Wir kutschieren also wieder aus Lee Vining raus und biegen nach ein paar Minuten erst links und dann nochmal links auf eine Schotterstraße ein. Dort ist ein Parkplatz und man muss Eintritt bezahlen.

Ich sage der Dame, dass ich meinen NP Pass im Auto hab, aber sie winkt ab und meint, wir sollen einfach durchgehen. Sehr vertrauenswürdig die Amerikaner. Wir gehen den Holzsteg zwischen Gräsern Richtung See. Ach, da türmen sie sich auf die schönen Säulen, die ich schon oft in diversen Reiseberichten gesehen habe.

Der Mono Lake ist ein Natronsee, die Kalktuff-Formationen wurden durch die Senkung des Wasserspiegels erst freigelegt. Sie gelten jetzt als Wahrzeichen des Sees. Entstanden sind die Kalktuff-Säulen aus Unterwasserquellen. Dort tritt Wasser mit gelöstem Kalk aus den umliegenden Bergen aus, durch die unterschiedlichen Säurewerte von Süßwasserquellen und dem Salzwasser im See, bilden sich dann diese Formationen.

Was sich hier noch gebildet hat, ist eine riesige Menschenansammlung. Eine ganze Feuerwehr Kompanie in Uniform posiert am See. Auch sind am Ufer jede Menge Fliegen im Wasser, die wild umherschwirren, sobald man in ihre Nähe kommt. Wir schlendern am Ufer entlang und bewundern die tollen Aussichten. Ein paar Leute rudern über den See, eine herrliche Kulisse.

Nun geht es aber für uns weiter, heute ist einer der wenigen fiesen Fahrtage, die ich wohl oder übel in unsere Reise einbauen musste. Wir schlängeln uns über den Tioga Pass in die Sierra Nevada und natürlich den Yosemite Nationalpark. Ich halte mich im Park streng an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, bin aber wohl für viele ein Verkehrshindernis. 

Immer wieder machen wir kurze Stopps und genießen die Aussicht. Wir nutzen den Yosemite Nationalpark nur als Abkürzung mit Ausblick nach San Francisco. Ich hatte mich auf den Glacier Point gefreut. Leider habe ich heute morgen schon gelesen, dass dieser wegen Feuer gesperrt ist. Schade, aber den Weg durch den Park müssen wir ja trotzdem nehmen.

Es geht rauf und runter, neben der Straße finden sich wunderschöne kleine Bäche und dann auch wieder massive Felsen. Am Olmsted Point können wir das erste Mal über das Felsmassiv blicken, man sieht sogar die Rauchschwaden der verschiedenen Wildfire im Park. Beeindruckend.

Der weitere Weg in Richtung Valley zieht sich ein bisschen. Links und rechts der Straße bietet sich nur selten eine schöne Aussicht. An einem Punkt kann ich dann doch den Half Dome ablichten. Fun-Fact: Der Half Dome ist die Vorlage des Logos der Marke North Face.

 

Auf dem Weg ins Valley ist Stau. Sehr viel Stau. Dort unten quillt der Park aus allen Nähten. Wer den Yosemite zu dieser Jahreszeit besuchen möchte, sollte sich auf Besucheranstürme einstellen und lieber ein paar Wanderwege abseits der üblichen Touristenrouten wählen.

Die Wasserfälle sind wie erwartet leider abgeflacht, dafür muss man hierher kommen, wenn der Schnee in den Bergen schmilzt. Hier am Valley General Store tummelt sich alles, von Busreisenden Asiaten, die den Souvenirshop leer kaufen, bis hin zu Extremhikern mit ungewaschenen Haaren. Mir ist es zu voll und ich suche das Auto auf dem überfüllten Parkplatz.

Fahren? Ja, fahren. Wir nehmen die El Portal Road, am Merced River entlang. Dort ist die Aussicht gut, und lässt sich auch genießen, denn wir fahren in einer Kolonne aus dem Park. Auf der 140 rasen dann alle mit dem Messer zwischen den Zähnen, anscheinend will jeder schnell nach Hause. Die Landschaft beginnt sich wieder zu verändern, sie sieht jetzt mit ihren goldenen Feldern aus wie aus der Kinder Country Werbung.

Die fast 70 Meilen nach Modesto sind anstrengend, die Straßen werden immer kurvenreicher. Das ist man ja gar nicht gewohnt im Land der geraden Straßen. In Modesto gibt es dann erstmal ein frühes Abendessen beim örtlichen In-n-Out-Burger. Wieder das übliche, zweimal Double-Double, Fritten, Milchshake und dazu leckere Yellow-Chile-Peppers.

Gut gestärkt sind die restlichen Meilen bis Stockton dann schnell erledigt. Die Gegend hier ist nicht gerade schön. Überall liegt Müll neben der Straße herum, teilweise ein halbes Sofa. Die heutige Übernachtung haben wir im Best Western gebucht, die Eingangshalle sieht viel versprechend aus. Das Zimmer, naja. 

Der Flur müffelt nach einer Kombination aus kaltem Rauch und Waschmittel. Eventuell sind wir jetzt auch zu verwöhnt von Las Vegas, dennoch würde eine kleine Auffrischung dem Hotel gut tun. Egal, ich hüpfe jetzt erstmal noch in den Pool. Es ist zwar schon dunkel, aber die Luft ist noch angenehm warm. Der Poolbereich hat bis um 23 Uhr offen. Wir nehmen uns Knabberkram und Getränke mit und entspannen uns von der langen Fahrt.

Achtung, die Karte wird nur richtig angezeigt, wenn der Tioga Pass geöffnet ist. Dieser ist nämlich ab ca. Oktober bis Ende Mai gesperrt.

Übersicht Roadtrip - Highlights des Westens

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Kommt mit uns auf einen 25 tägigen Roadtrip von Seattle bis Las Vegas. Jede Menge Natur Schauspiele der Extraklasse haben uns erwartet. 

Ab San Francisco geht es in den Norden bis zur kanadischen Grenze. Wilde Wasserfälle, Gletscher begleiten diese Reise bis zum Yellowstone Nationalpark und Las Vegas.

 

Von New York aus machen wir eine Rundreise an der Ostküste. Washington DC bis zu den Niagara Fällen. Von dort aus fliegen wir in die Sonne nach Florida.