USA Highlights des Westens – Tag 7 – Bryce Canyon Nationalpark

7. Tag - Bryce Canyon Nationalpark

Roadtrip – Highlights des westens

Das Bett ist so bequem hier, man möchte gar nicht aufstehen. Die Tankstelle bietet für die Hotelgäste kostenlos Toast, Butter und Marmelade an. Dazu Kaffee. Wer noch mehr möchte, der kann sich warmes Frühstück hier kaufen. Für uns reicht das aber. Auch hier ist wieder das Phänomen zu beobachten, dass alle drin essen, obwohl draußen auch Plätze sind. 

Zwei Damen aus Asien wollen uns den Toaster streitig machen und schubsen uns weg. Hee! So gehts aber nicht hier. Das Toast schmeckt gut, ebenso die Apfelmarmelade dazu. Lecker, werde ich mir zu Hause jetzt auch mal holen. So, wo wollen wir denn heute hin. Es liegt nahe, zum Bryce Canyon. Das wird jetzt mein viertes Mal und ich bin bis jetzt immer zu bequem gewesen einen Trail zu laufen.

Da heute Labor Day ist, hoffen wir, dass der Park nicht ganz so überlaufen ist wie Page die letzten Tage. Der beliebteste Trail hier ist eine Kombination aus Navajo Loop und Queens Garden Trail. Den nehmen wir uns jetzt auch vor. Der Einstieg ist hier am Sunset Point. Von Cannonville haben wir die Einfahrt zum Bryce Canyon Nationalpark schnell erreicht. Wir zücken unseren NP-Pass und sparen mal wieder $ 30. Vor lauter Gucken fahr ich doch glatt am Sunset Point vorbei. 

Sunrise hab ich noch gesehen. Und ich fahre, und fahre und wundere mich, dass das doch früher nicht so lang war. Nach weiteren 2 km wende ich jetzt aber. Das kann doch nicht sein, sind wir doch glatt vorbei gedüst. Auf dem Parkplatz stehen gerade zwei Einweiser, die versuchen dem Besucheransturm Herr zu werden. Oh Mann, das kann ja was werden. Wir haben Glück, gleich bei der Einfahrt fährt ein Auto raus und wir in den Parkplatz. Wir schultern Rucksack und Getränke und wagen erstmal einen Blick vom Sunset Point hinunter ins Amphitheater. Wow! Wie immer wunderschön.

Die Besucherzahl verteilt sich auch gut, es ist noch annehmbar. Und jetzt: „Auffi!“ oder besser gesagt „Obbi!“ Mit vielen anderen Besuchern erobern wir den Navajo Trail. In Serpentinen schlängeln wir uns nach unten in den Bryce Canyon. Ich versuche schon mal den Gedanken zu verdrängen, dass ich die ganzen Höhenmeter die ich jetzt nach unten gehe, ja auch wieder hoch gehen muss. Nathalie hat Höhenangst und noch mehr Angst vor asiatischen Jugendgruppen die ohne Rücksicht auf Verluste den Trail für sich beanspruchen. 

Ich versuche ein Foto zu machen, da haut mir einer doch glatt seinen Rucksack voll in die Breitseite. Zum Glück war ich gefasst und stand nicht zu nah am Abhang. Immer tiefer geht es in den Canyon, umrandet von wunderschönen orangen Hoodoos. Da die Sonne noch nicht sehr hoch steht herrscht wunderschönes Licht zwischen den Felswänden. Wir schauen uns erstmal die Nature Bridge an, aber die ist leider noch enttäuschender als der Shakespeare Arch von gestern.

Unten angekommen nehmen wir jetzt die Abzweigung zum Queens Garden Trail. Jetzt geht es nicht mehr durch Felsen sondern durch etwas bewaldetes Gebiet. Viele zahmen Eichhörnchen begleiten uns und versuchen etwas abzustauben. Nix da! Iss Nüsse! Nach einiger Zeit tut sich der Queens Garden vor uns auf. 

Wahnsinn! Wunderschöne Hoodoos die noch beeindruckender von unten sind. Hier wird einem erstmal die Größe dieser bewusst. Der Bereich wurde nach Königin Victoria von England benannt, eine Formation sieht nämlich wie sie aus, bzw. wie sie auf ihrem Thron sitzend, Krönchen inklusive. Wir verbringen einige Zeit hier und machen uns dann wieder auf den Aufstieg.

Auch der Weg nach oben bietet einem immer wieder abwechslungsreiche Aussichten je höher man kommt. Bei der letzten Passage müssen wir dann doch öfter kurz anhalten und verschnaufen, aber ich hätte mir den Weg schlimmer vorgestellt.

Jetzt sind wir am Sunrise Point angekommen und setzen uns zum Verschnaufen und Geniessen auf eine Bank direkt am Rim und trinken etwas. Stolz wie Oskar blicken wir nach unten, ja, da sind wir unten gewesen, wahnsinn!

Etwas später gehen wir gemütlich am Rim zurück zum Sunset Point und fahren ins Visitor Center. Dort bekomm ich eine Tasse und Mittagessen. Das haben wir noch von Page, eine Lunchbox mit Ritz-Crackern, Schinken-Bites und Cheddar-Stückchen. Kulinarisch ist was anderes, aber es schmeckt uns nach der Wanderung ausgesprochen gut. 

Unser Hotel ist für heute das Best Western direkt in Mt. Carmel Junction. Da der Tag noch jung ist, machen wir einen kleinen Zwischenstopp im General Store vom Ruby’s Inn um Eis zu kaufen. Das essen wir genüsslich auf der Fahrt nach Süden.

Das Best Western liegt direkt neben einem Golfplatz, wie toll. Ich trau mich aber nicht, da sehr viele Familien gerade am Spielen sind. Vielleicht morgen. Wir bekommen ein schönes Zimmer im Obergeschoss inklusive Balkon. Die Einrichtung gefällt uns sehr gut, alles im Country-Stil gemacht. 

Das Bett ist aus diversen Stämmen zusammen gebaut und riesig. Das Hotel hat einen grossen Pool, der wird natürlich gleich getestet. Wir nehmen uns Getränke und Snacks mit und machen es uns auf den Liegen bequem. Dort verbringen wir den restlichen Nachmittag mit Plantschen. Nur zwei andere Menschen sind da, einfach wunderbar.

Nun kommt doch der Hunger, aber leider haben wir nichts mehr zu essen. Hier gibt es im Umkreis nur Restaurants oder einen Subway. Wir entscheiden uns quick n dirty für Subway, der direkt gegenüber vom Hotel ist. Dort gibts ein 12 inch Steak & Cheese Sub und Lays-Chips dazu. Njam! Schmeckt sehr lecker. 

Wir bestaunen noch kurz das Schild vom Restaurant bei unserem Hotel, das für dessen „Ho-Made“ Pies bekannt ist. Die Reklame besteht aus einem Pinup Girl, welches Kuchen hält, ich verstehe. Jetzt aber ab ins Bett und noch fernsehen, eventuell läuft eine Wiederholung von Pioneer Woman, unsere Lieblingsserie.

Übersicht Roadtrip - Highlights des Westens

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Kommt mit uns auf einen 25 tägigen Roadtrip von Seattle bis Las Vegas. Jede Menge Natur Schauspiele der Extraklasse haben uns erwartet. 

Ab San Francisco geht es in den Norden bis zur kanadischen Grenze. Wilde Wasserfälle, Gletscher begleiten diese Reise bis zum Yellowstone Nationalpark und Las Vegas.

 

Von New York aus machen wir eine Rundreise an der Ostküste. Washington DC bis zu den Niagara Fällen. Von dort aus fliegen wir in die Sonne nach Florida.