USA Highlights des Westens – Tag 9 – Valley of Fire bis Vegas

9. Tag - Valley of Fire bis Vegas

Roadtrip – Highlights des westens

Heute Morgen lassen wir uns lange Zeit. Wir haben ja schließlich Urlaub. Das Casablanca hat einen riesigen Pool, inklusive großem Wasserfall in der Mitte. Sogar eine Wasserrutsche, allerdings ist die heute geschlossen. Check Out ist erst mittags, daher haben wir den ganzen Vormittag um uns unter der Sonne Nevadas zu bräunen. Wir holen uns Bändchen für den Poolbereich und machen es uns auf den Liegen bequem. Das Wasser hat eine angenehme Temperatur, so kann man das aushalten.

Sogar ein Lifeguard ist hier „on Duty“, nun ja, man kann hier ja überall stehen, und Kinder sind auch keine da. Irgendwie hat man dann immer Angst was falsch zu machen und man fühlt sich so beobachtet. Besonders wenn nur zwei Menschen im Pool sind. Ich übe fleißig meine Handstände im Wasser und schwimme ein paar Runden, was soll man auch sonst tun wenn die Wasserrutsche kaputt ist. Danach mach ich es mir wieder auf der Liege gemütlich und tue was für meine Urlaubsbräune. Hach, so schön.

Gegen kurz vor elf geht’s dann ab aufs Zimmer, noch schnell duschen und zusammenpacken. Wir haben ja noch gar nichts gefrühstückt heute. Das lassen wir kurzerhand ausfallen, und genehmigen uns einen saftigen Burger bei Jack in the Box. Eine gute Wahl, der Laden ist schön geführt, das Essen schmeckt sehr frisch und lecker. Anschließend muss ich noch etwas Bargeld ziehen, das klappt am einfachsten und schnellsten im Drive Thru. Das wäre schön, wenn es sowas auch in Deutschland gäbe. Jetzt geht’s weiter Richtung Süden, wir wollen dem Valley of Fire einen Besuch abstatten.

Die Sonne gibt schon wieder ihr Bestes, die Temperatur wird im Tal des Feuers nicht viel kühler werden. Wir fahren die Interstate und fahren dann auf die 169 ab. Die schlängelt sich durch kleine Dörfer in die Wüste hinein. Nathalie macht ein kleines Nickerchen und als sie aufwacht sind wir bereits schon am Eingangsschild. An der Self Pay Station können wir leider nicht bezahlen, wir haben es nicht passend. Die anderen Besucher scheinen irgendwie kein Englisch zu verstehen, bzw. können keinen Zwanziger wechseln. Egal, zahl ich eben am Visitor Center.

Dort angekommen sehen wir schon das Hinweisschild, dass der Trail an den Domes gesperrt ist, na ganz toll. Es wird auch komplett von Wanderungen bei der Hitze abgeraten „Extreme Heat Danger“. Ja, das kannte ich ja schon. Schade. Ich zahle unseren Eintritt und klebe die Quittung ins Auto. Nachdem wir ein bisschen die Ausstellung im Visitor Center begutachtet haben, fahren wir zum Atlatl Rock um ein paar Petroglyphen zu bestaunen. 

Oh Gott, diese Stahltreppe ist bei dieser Hitze ganz schön anstrengend hochzulaufen. Ein paar Besucher schließen uns an und Nathalie bekommt Höhenangst, da die Treppe extrem schwankt. Sie hält tapfer durch und wir denken uns Geschichten aus, was die Petroglyphen denn so zu bedeuten haben. Leider haben ein paar Schmierfinken nichts Besseres zu tun gehabt als ihre Namen daneben einzuritzen. Deswegen ist auch eine Plexiglasplatte zwischen Plattform und Fels, das war früher nicht.

 

Wir fahren die Straße weiter zum Arch Rock, halten kurz an, machen ein paar Bilder und gucken mal hinter den Felsen. Obwohl der Park recht klein ist, empfinden wir ihn trotzdem als einen der schönsten State Parks im Westen der USA. Am Piano Rock vorbei geht die Straße wieder Richtung Hauptstraße. Irgendwo ist hier auch die Fire Cave AKA Windstone Arch versteckt. 

Erste Ausbuchtung, ein Stück nach hinten, soweit konnte ich mich erinnern. Karten oder POI’s hab ich keine, hier ist sowieso auch kein Netz um diese abzurufen. Ich fahr kurz ran, Nathalie ist es zu heiß um auszusteigen. Ich guck aber mal kurz. Hier macht ein spanisches Pärchen Urlaubsbilder und wundert sich etwas, als sie mich beobachten, wie ich in ein paar kleine Steinlöcher reingucke.

Siehe da, das zweite Loch in das ich rein schaue ist gleich das richtige, das war jetzt wirklich leicht zu finden. Der Sagen umwobene Windstone Arch (Fire Cave) ist ganz schön klein. Beeindruckend ist was anderes, allerdings gibt er wie so vielen Südwestfotografen selbst mir ein schönes Fotomotiv. Da ich zu faul war die DSLR mitzunehmen, muss das iPhone her, das tuts aber auch. Die Spanier gucken immer noch interessiert zu mir rüber, ich geh jetzt aber wieder zum Auto. Nun ja, ich will mal nicht so sein. Ich erklär den beiden, was ich grad fotografiert habe.

Jetzt wollen sie auch gucken, ich geh  zum Auto. Nathalie fragt, ob ich das Ding gefunden hab, ja, hab ich. Ist es weit ? Nein, da gleich hinten. Okay, jetzt will Nathalie auch gucken gehen, ich habe ihr nämlich zu Hause schon ein paar Anekdoten zu dieser kleinen Location erzählt. Die Spanier kriechen grad wieder aus dem Loch raus, als wir beide da stehen und bedanken sich bei mir, weil das wirklich toll aussieht meinen sie. Ja ja, gern geschehen. Da rein? Nathalie guckt mich skeptisch an. Ja ja, guck rein. „Dein Ernst ? Das ist ja winzig.“ Ich hab nicht gesagt, dass es groß ist. Sie klopft sich ungläubig den Staub von der Hose und wir gehen zurück zum Auto.

Versteinerte Baumstämme soll es an einer Stelle geben, wir gucken mal nach dem Rechten, stellen aber fest, dass sich der Aufwand in dieser brütenden Hitze zu marschieren jetzt nicht unbedingt gelohnt hat. Deswegen fahren wir jetzt auch an den Bee Hives vorbei. Die Straße zu den White Domes ist nur auf dem letzten Stück gesperrt, daher erkunden wir auch das Gebiet noch. Wunderschön erstrecken sich die farbenprächtigen Felsenlandschaften vor uns. Ein paar Menschen sind in der Tat unterwegs zur Fire Wave, ich verschieb es wieder mal, viel zu heiß. Rainbow Vista und den Canyon gucken wir uns von der Straße aus an.

Am Elephant Rock halten wir noch kurz an, und beschließen die „Romantikroute“ (167) nach Las Vegas zu tuckern. Dauert 45 Minuten länger, sieht aber schöner aus als über die Interstate zu fahren. Hinter den Bergketten türmen sich gefährliche Gewitterwolken auf, aus denen immer wieder Blitze geschossen kommen, hier ist aber immer noch strahlender Sonnenschein mit 45 Grad Außentemperatur.

 Kurz vor Vegas fängt es dann auch an zu regnen. Wir haben Hunger und steuern einen Walmart an. Irgendwie finden wir nicht wirklich etwas, worauf wir Lust haben, daher kaufen wir Cheesecake für später. Schokoladencheesecake und einen Normalen. Jeweils nur ein Stück versteht sich. Diet Pepsi Dosen sind im Großpack im Angebot,  die nehmen wir doch mal mit. Wir gondeln die Interstate noch ein bisschen nach Westen und fahren dann die Ausfahrt zum Las Vegas Blvd. raus. Nathalie meint, dass sie sich Las Vegas komplett anders vorgestellt hätte, viel viel größer und nicht so sehr als „normale Stadt“.

Am Las Vegas Sign, an dem sich eine ewig lange Schlange gebildet hat, fahren wir bis zum New York New York, unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte. Wir parken auf Level 5 direkt vor den Lifts, rollen über die Fußgängerbrücke die Hälfte unseres Gepäcks und fahren nach unten ins Casino. Dann steht man auch schon an der Rezeption. Ich hatte von zu Hause über den Mlife! Club eine SpaSuite reserviert. Die Dame an der Rezeption ist sehr nett und fragt, ob wir das erste mal hier sind. Ich verneine, betone aber, dass aber Nathalie hier noch nie war. Das New York New York besitzt mehrere Fahrstühle in die verschiedenen Towers.

Wir sind im New York Tower und verlaufen uns erstmal. Obwohl es ehrlich gesagt nicht besonders schwierig ist im Nachhinein den richtigen Lift zu finden. Wir biegen aber eine zu früh nach links ab und fahren mit den Century Elevaters, nun ja, unser Stockwerk bzw. unsere Zimmernummer finden wir hier nicht. Wir fahren also wieder runter. Eine nette Dame sieht, dass wir etwas verwirrt auf den Plan gucken und versucht uns zu helfen. Sie hat das Prinzip irgendwie auch nicht kapiert und will uns wieder nach oben schicken. Nee nee, nicht nochmal. Ich frag einfach den Mann neben dem Hersheys Maskottchen, der kostenlos Schokolade verteilt, wo ich hin muss.

Hat natürlich gar nichts damit zu tun, dass ich zusätzlich noch Schokolade abgreifen will. So finden wir selbstverständlich die richtigen Fahrstühle in den New York Tower, inklusive einer Hand voll kostenloser Hersheys Kisses. Wir haben einen Extra Fahrstuhl, die oberen Tasten funktionieren aber nur mit Karte, wie exquisit. Wow, unser Level besitzt auch nur drei Zimmer! Wir bekommen das mittlere und staunen nicht schlecht als wir die Spa Suite betreten.

Die sah nämlich auf den Bildern viel kleiner aus. Den Blick haben wir auf die Arena und auf das Monte Carlo. Wenn man ein bisschen ums Eck blinzelt dann sieht man auch etwas vom Strip. Die Fenster sind aber abgedunkelt, so sieht alles ein bisschen trüb aus. Wow, so lässt es sich leben. Wir holen noch schnell unsere restlichen Sachen vom Auto, jetzt wissen wir ja wo der Fahrstuhl ist. Da war doch noch was? Hunger! Vor lauter Begeisterung über das Zimmer hab ich den ja glatt vergessen. Ich biete an, etwas von unten auf die Hand zu  besorgen, Nathalie bleibt im Zimmer.

Ich gucke mich unten im Casino ein bisschen um und finde ich sollte bevor ich mich für Essen entscheide einmal kurz am Roulette Automaten spielen. Oh, das Glück ist mit mir, und die Pizza die ich jetzt holen werde, ist somit gleich mal für lau. So kann es weitergehen, denn die Preise für Essen hier im Hotel sind so richtig gesalzen. Jetzt wollen wir aber mit Sicherheit noch nicht ins Bett gehen, wir machen uns kurz fertig und fahren mit dem Express-Fahrstuhl nach unten. Der Wind rauscht nur so durch den Fahrstuhlschacht, ein bisschen unheimlich.

Wir schlendern durch das NY NY Hotel und dann ins Aria, durch das Civic Center den Strip ein Stückchen nach Norden. Nicht sehr weit, wir wollen nämlich ins Planet Hollywood bzw. in die Miracle Miles Shops. Was ist denn hier los? Eine Menschenhorde drängelt sich hier entlang der Mall. Da müssen wir durch, um zu Fat Tuesday zu kommen. Jetzt kriegen wir auch mit, warum hier alle durchdrehen. J-Lo is in the House! Und alle wollen die Lopez sehen, wir nicht. 

Wir kämpfen uns durch die Massen und dann gibt’s für mich nen Mug mit 190 Octane und für Nathalie einen Tropical Punch. Lecker! Wir holen uns die Mugs, weil es dann für $9 Refills gibt, wir wollen die Tage in Vegas ja nochmal Fat Tueday besuchen. Unsere Ausweise interessieren hier übrigens keinen. Im Planet Hollywood Casino gibt’s einen Craps Automat, mit dem 190 Octane zockt es sich hier viel leichter.

Nathalie will noch nicht spielen, sie guckt erstmal zu. Als der Daiquiri zu Neige geht und auch die Bedienung nicht nochmal auftauchen will, beschließen wir noch kurz in die große CVS zu gehen um Badesalz für den Whirlpool zu holen. Dort ist auch die  Hölle los, aber wir werden an die Self Pay Kassen gelotst und kommen schnell dran.

Dass wir mit Fat Tuesday Mugs rumrennen, interessiert hier übrigens auch keinen, obwohl wir beide noch ein bisschen was drin haben. Im Zimmer wird dann noch ausgiebig der Whirlpool getestet, wieso hab ich sowas nicht zu Hause? Ich trinke noch meinen restlichen 190er aus und bin in Kombination mit dem warmen Whirlpool fertig fürs Bett. Was für ein toller Start in Vegas.

Übersicht Roadtrip - Highlights des Westens

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Kommt mit uns auf einen 25 tägigen Roadtrip von Seattle bis Las Vegas. Jede Menge Natur Schauspiele der Extraklasse haben uns erwartet. 

Ab San Francisco geht es in den Norden bis zur kanadischen Grenze. Wilde Wasserfälle, Gletscher begleiten diese Reise bis zum Yellowstone Nationalpark und Las Vegas.

 

Von New York aus machen wir eine Rundreise an der Ostküste. Washington DC bis zu den Niagara Fällen. Von dort aus fliegen wir in die Sonne nach Florida.