USA Roadtrip – Nordwest bis Südwest – Tag 2 – San Juan Islands

2. Tag - Whale Watching auf San Juan

Roadtrip – NORDWEST NACH SÜDWEST

Ich dreh mich von einer Seite zur anderen und Ahne schon, dass wir mit Sicherheit noch nicht mal vier Uhr morgens haben. So ist es auch, um drei Uhr morgens kann ich nicht mehr schlafen. Und der Hauptgrund ist in der Tat, dass ich einfach enormen Hunger habe. Alle Versuche scheitern und  so schlendere ich zwischen des Gratiskaffees in der Lobby und dem Zimmer bis kurz vor sechs hin und her. Denn jetzt gibt es nämlich endlich Frühstück hier. Touristen gibt es hier im Frühstücksraum keine, nur diverse Bauarbeiter, die auf Montage sind, sitzen hier und schlürfen ihren Kaffee. Apropos Kaffee, der schmeckt hier richtig gut. Vor allem im Nordwesten kann man sich nicht beschweren. Die Marke Seattles Best ist neben Starbucks wirklich klasse. Ich würde sogar noch sagen, einen Tick besser. Obwohl, meiner Meinung nach ist es ja nicht der Kaffee der hier schlecht ist, sondern die Person die ihn macht. Mir schmeckt der Folgers Columbian Blend recht gut wenn ich ihn selbst mache. Müsst ihr mal probieren.

Die Auswahl des Frühstücks ist echt riesig. Es gibt super leckeren Bacon, Toast,ein Waffeleisen, Joghurt und jede Menge anderer Leckereien. Einer der besten inklusive Gratisfrühstück-Auswahl. Nathalie würde natürlich jetzt sagen: „Über PJ kommt gar nichts.“ Der hat uns nämlich letztes Jahr in Flagstaff die besten Waffeln gemacht. Jetzt haben wir doch beim Frühstücken so rumgetrödelt, dass wir in der Tat die Fähre in Anacortes nicht mehr schaffen. Kein Problem, unsere gebuchte Tour auf San Juan Island geht erst um elf los. Man hätte aber allerdings noch Friday Harbor ein bisschen erkunden können. Nun ja, wir machen uns kurz fertig und schwingen uns auf die Interstate Richtung Norden. Nach einer knappen Stunde trudeln wir in Anacortes ein und suchen uns auf dem Parkplatz des Fährablegers einen guten Stall für unser Auto. Wir könnten zwar mit dem Auto nach San Juan übersetzen, aber das ist in diesem Fall total unnötig.

Somit zahlen wir einfach die $12 für den ganzen Tag um hier stehen bleiben zu dürfen und kaufen  nur Tickets für uns selbst für die Fähre. Das Schiff hat ein bisschen Verspätung und wir vertreiben uns die Zeit im Fähr-Terminal. Hier ist ganz schön viel los, ziemlich viele Leute wollen heute übersetzen. In einem Souvenirshop kann man jede Menge Andenken kaufen, mich persönlich spricht ja der kleine Stofforcawal sehr an. Ich kaufe ihn aber nicht. Wir wären aber hiermit gleich beim Thema, warum wir überhaupt nach San Juan Island fahren. Mich hat vor fünf Jahren die Whale Watching Tour der Western Prince so begeistert, dass ich sie unbedingt Nathalie nicht vorenthalten wollte. Es gibt zwar auch jede Menge Whale-Watching Touren von Anacortes aus, aber die Western Prince bieten bereits seit den 80ern ihren Service an. Man merkt dem Personal so sehr die Begeisterung an, dass ich mich wieder für sie entschieden habe.

Wir betreten über die Brücke die Fähre. Was für ein riesiges Teil. Bis wir ablegen dauert es eine ganze Weile, denn die vielen wartenden Autos müssen ja noch verstaut werden. Auf dem Oberdeck an der Reling ist es ganz gemütlich, aber als das Schiff ablegt merken wir erst, wie kalt die Seeluft ist. Somit verziehen wir uns schnell mal in den Imbissshop und genehmigen uns einen einen lecker aussehenden Brezel-Zopf mit Käsedip. Der sah allerdings besser aus, als er schmeckte, aber für den kleinen Vormittagshunger genau richtig. Die Überfahrt dauert etwas mehr als eine Stunde. Zum Aussteigen müssen wir in den Bereich der Autos nach unten gehen. Hier wird einem nochmal die Größe dieses Stahlkollosses bewusst. Beeindruckend.

Als wir von Bord gehen, melden wir uns direkt bei der Western Prince, die ihr Gebäude direkt am Hafen haben. Wir bekommen unsere Tickets und sollen uns um halb 12 zum kleinen Boot begeben. Wir schlendern bis dahin ein bisschen im angrenzenden Park herum und bewundern das schöne kleine Totem, welches hier aufgestellt ist. Hier in dieser Gegend dreht sich sehr viel um Totems, das find ich toll. Ich finde ja auch Disneys Bärenbrüder klasse.

Als wir Richtung Bootsanleger schlendern muss ich innerlich lachen, sehe ich nicht  JB auf dem Schiff stehen. Er hat bereits damals die Tour begleitet und ist ein wahrer Walfreund und begeisterter Fotograf. Es befinden sich neben uns nur sechs andere Erwachsene und zwei Kinder an Bord. Eins davon ist erst ein paar Wochen alt. Das ist das, was ich an der Western Prince mag, kleine Gruppen. Nach einer kurzen Einweisung von Seiten JB’s geht es auch schon los, Wale suchen. Um die Zeit zu überbrücken dürfen wir jede Menge tolle Ausstellungstücke bewundern und erfahren jede Menge über diese Tiere.

Ich eröffne JB, dass ich ja schon mal vor fünf Jahren mit ihm unterwegs war. Seine Antwort ist nur: „Und Du bist trotzdem wiedergekommen?“ Witzbold. Die Tour soll circa drei Stunden dauern. Leider wollen sich die Orca-Pods nicht zeigen. Der Kapitän ist mit den umliegenden Booten ständig im Funkverkehr, kein Wal im Radius der nächsten 80 Meilen. Inzwischen sind wir schon so weit nördlich gefahren, dass JB uns Bescheid sagt, dass wir das Roaming abstellen sollen, da wir schon in Kanada sind. Für uns kein Problem, unsere H20 Karte gilt auch für Kanada.

Neugierig verfolge ich in Google Maps unsere Route. Wow, wir sind ja tatsächlich schon so weit nördlich, dabei stand Kanada nicht mal auf unserer Reiseroute. Endlich bekommt der Kapitän einen tollen Hinweis, denn „Zig Zag“ ist aufgetaucht. Ein riesiger Buckelwal, der seinem Namen alle Ehre macht.

Er heißt nämlich so, weil er nach dem Abtauchen einfach keiner gewöhnlichen Route folgt, sondern  irgendwo wieder auftaucht. Wir hatten ja schon einige Buckelwale auf unseren Reisen gesehen, aber Zig Zag ist ein Koloss. Er ist 13 Meter lang und seine Schwanzflosse sehr riesig. Wir folgen ihm mit gesetzlichem Mindestabstand, aber er taucht in der Tat immer ganz woanders auf, als vermutet. Inzwischen ist es leider schon so spät, dass wir zur Rückfahrt aufbrechen müssen.

Der Kapitän legt ordentlich Knoten aufs Wasser. Als I-Tüpfelchen sehen wir noch jede Menge Stellerscher Seelöwen und Weißkopfseeadler. Leider sind die zu weit weg für meine 200 mm Linse. Nach fast einer Stunde Fahrt kommen wir wieder auf San Juan an. Wir können sogar noch die 16:00 Uhr Fähre zurück nach Anacortes nehmen, da diese Verspätung hat. Perfekt geklappt. Seeluft macht müde und gekoppelt mit einem Jetlag natürlich noch viel mehr. Somit drückt jemand bei uns beiden den Knock-Out-Schalter und wir schlafen  fast bis Anacortes durch. Es ist aber auch gemütlich auf den langen Bänken hier.

Dort angekommen weht uns eisiger Wind um die Ohren, schnell ab ins Auto. Unser Jeep steht wohl behalten noch auf dem  Parkplatz. Was haben wir jetzt Hunger, Panda hatten wir gestern, dann müssen wir natürlich heute zu Taco Bell, auf einen Craving Deal. Wie praktisch, dass sich der nächste Taco Bell gleich auf der Hauptstraße befindet. Wir sind etwas enttäuscht, es ist ein KFC-Taco-Bell, nach unserer Erfahrung sind die nicht so lecker. Trotzdem, der Hunger ist da, also zweimal Craving Deal. Was wir übersehen hatten war, dass ein Bus des Seniorenzentrums hier geparkt hat.

Wir, halb sterbend vor Hunger, und jede Menge Rentner mit Entscheidungsschwierigkeiten vor uns. Nathalie will schon fast zum nächsten Taco Bell 20 km weiter fahren, aber endlich kommen wir dran. Wären wir mal gefahren, denn es schmeckt so lala. Wir haben Hunger, egal. Der Weg zurück zum Hotel ist für mich echt anstrengend, ich bin so müde, dass mir die letzten 20 Minuten wie eine Ewigkeit vorkommen. Somit passiert auch heute noch nicht mehr viel, außer duschen, Zähne putzen und ab ins Bett. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Übersicht Roadtrip - Nordwest bis Südwest

Folge uns online

Erfahre als erstes Updates und Neuigkeiten über uns.

Beginnend in New York, der Stadt die niemals schläft, geht es die Küste nach Norden, vorbei an schroffen Felsen, alten Häfen und natürlich vielen Leuchttürmen. Sportlich wird es im Fenway Park, dem ältesten Baseball Stadions der USA.

 

Begleitet uns auf eine ideale Ersttäter Tour. Die Rundreise Highlights des Westens bietet alles was das Rookie-Herz begehrt. Wir starten in Los Angeles in den Südwesten. Viele Nationalparks und Städte besuchen wir auf unserer Tour.

 

Ab San Francisco geht es in den Norden bis zur kanadischen Grenze. Wilde Wasserfälle, Gletscher begleiten diese Reise bis zum Yellowstone Nationalpark und Las Vegas.